Der Umgang mit dem Tod

Natürlich war mir klar, welche Reaktionen der Text „Wir trauern um Seppo“ hervorrufen wird, da er ein Thema berührt, das niemandem gefallen kann. Dass der Begriff „geschmacklos“ ziemlich schnell fallen würde, hat mich auch nicht überrascht, da ich das im Übrigen auch nachvollziehen kann. Ich will da gar nicht dagegen an argumentieren, auch wenn ich es tatsächlich anders sehe. Offensiv anders. Freilich respektiere ich da jede Herangehensweise, so, wie ich auch die meine akzeptiere.

Es geht mir nun also nicht darum, jene zu überzeugen, die den gestrigen Text geschmacklos fanden. Einige davon werden diesen Text auch schon gar nicht mehr lesen, weil sie sich abgewandt haben. Was ich interessant finde.

Der gestrige Text ist auch nicht leichtfertig entstanden. Der Leser darf davon ausgehen, dass ich mich sehr ernst und intensiv mit dem Tod auseinandersetze. Und zwar nahezu jederzeit. Mir sind seine tsunamiartigen Auswirkungen völlig klar.

Um das mal deutlich zu sagen: Auch ich habe eine scheiß Angst vor dem Tod. Ob nun vor dem eigenen, oder schlimmer noch, vor dem mir Nahestehender. Darum ist der gestrige Artikel auch kein Scherz. Er ist nicht witzig, weil er so auch gar nicht gemeint ist. Ich habe lediglich die Regie bei meinem Tod gespielt. Dem absoluten GAU im Leben, dem Tod, will ich offen ins Gesicht sehen, solange ich es noch kann. Denn auch ich kenne die Situation, wo man es vielleicht nicht mehr kann, auch ich stand bereits an der Grenze zum Jenseits und habe voreilig Bilanz gezogen. Und auch ich hatte tatsächlich schon den Moment, in dem ich wortwörtlich dachte:

„So also fühlt es sich an zu sterben.“

Es kam zu meinem Glück dann aber anders.

Und auch ich erlebe Tod in meinem Umfeld. Und ich meine nicht den der Großeltern, die nun einmal nicht 150 Jahre alt werden, ich meine den brutalen, den, der junge Menschen einfach so aus dem Leben löscht. Ich kenne das zermürbende Gefühl von Trauer. Ich habe nicht leichtfertig über den Tod geschrieben, gebe aber zu, dass es mir ein Leichtes war, überhaupt darüber zu schreiben.

Ich will mich nicht rechtfertigen, ich will es nur erklären. So ging es mir bei jenem Beitrag auch nicht um Klicks und likes. Mir war auch klar, dass das kein Text zum Gefallen sein wird und wertfrei sowie der Vollständigkeit halber erwähne ich (da es auch von Lesern angesprochen wurde), dass in den fast drei Jahren dieses Blogs kein Text innerhalb der ersten Stunden sooft aufgerufen wurde. Eine Leserin schrieb mir heute Morgen, die Zahl der likes sei jedoch übersichtlich. Tatsächlich bewegt die Zahl sich in einem leicht unterdurchschnittlichen Rahmen, was mir zeigt, dass viele, nicht alle, meine Herangehensweise an den eigenen Tod so abwegig nicht finden. Aber es ging mir wirklich nicht um Zahlen oder Aufmerksamkeit. Aus der Phase bin ich schon lange raus.

Der Text hat nichts mit Sarkasmus oder Ironie zu tun. Es ist lediglich das nüchterne Beschreiben eines möglichen Dahinscheidens meiner Person, wobei schnell deutlich wird, dass nur diese selbst die eigenen Gedanken nach dem vermeintlichen Tod wiedergeben kann, somit vermutlich nicht tot ist.

Ich denke jeden Tag an den Tod. Ich sehe mir die Krebs-Statistiken an und zähle eins und eins für meine Person zusammen. Ich kann nicht den Überraschten spielen, sollte mich genau dieses Schicksal ereilen. Ein „Warum ausgerechnet ich?!“ wird mir nicht über die Lippen gehen. Eher ein „Warum ich bislang noch nicht?!“ Und ich überlege dann, ob ich darüber öffentlich schreiben würde, wenn mich das Schicksal einer schlimmen Krankheit ereilt. Natürlich würde ich das. Zeit hätte ich ja genug; eine solche aber, die abliefe. Würde ich mit Humor darüber schreiben? Da bin ich mir absolut sicher. Alles andere wäre nicht ich. Aber ich erwarte nicht, dass das andere auch so handhaben. Für mich ist Humor etwas enorm Wichtiges, der gerade dann zum Tragen kommt, wenn es übel um einen herum wird. Das ist eine sehr radikale Einstellung, die man entweder hat oder eben nicht. Humor bedeutet nicht immer Lachen. Humor ist eine tiefe Nachdenklichkeit.

„Das kann nur einer so schreiben, der nicht im Sterben liegt“, schrieb eine Leserin. Protest! Jemand, der im Sterben liegt, würde es viel besser können, und es wäre sein gutes Recht, aber eben auch nicht seine Pflicht. Und gerade in der Welt der Blogger gibt es Unzählige, die ihren eigenen Tod schreibend begleiten.

Wenn mir jemand schreibt „Über den Tod scherzt man nicht“, frage ich mich, wer das denn festgelegt hat. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er darüber scherzt oder nicht, ein „man“ kann es in dem Falle doch gar nicht geben. Für mich ist völlig klar, dass man natüüüüürlich auch über den Tod scherzen kann. Was spricht dagegen? Beschwört man ihn dadurch herauf? Macht man sich damit lustig über Menschen, die im Sterben liegen oder um einen Nahestehenden bangen? Nein. Diese Unterstellung wäre ein mir viel zu einfacher Reflex, der mich auch beleidigen würde. Wo genau mache ich mich über Betroffene lustig?! Diese Stelle muss man mir erst einmal zeigen. Ich weiß, dass diese Sichtweise nicht für jeden nachvollziehbar ist. Aber für mich ist völlig klar: Ich mache mich nicht lustig über den Tod, ich mache aber Scherze darüber. Dazwischen liegen Welten. Der Mensch hat schon immer über die Dinge gescherzt, die ihm Angst machen.

Warum scherzt man nicht über den Tod?, fragte ich gestern. Weil er traurig mache, weil er alles Bekannte beende, war eine Antwort. Für mich ist das jedoch keine Antwort, zumindest keine zu der Frage passenden. Es klingt in meinen Ohren (in meinen!) nach Wegducken. Genau das will ich nicht, mich wegducken vor etwas, das unweigerlich kommt. Ich will offen damit umgehen, dass der Tod jederzeit kommen kann.

Ein anderer mutmaßte, ich wolle provozieren. Ist das offene Thematisieren des Todes, des eigenen, schon eine Provokation?! Worin genau bestünde denn da die Provokation?! Wer sich durch diesen übrigens auch lyrisch nicht gerade hochwertigen Text provoziert fühlt, tut das nur, weil er Dinge in diesen hineinprojiziert, die seinem, nicht des Autors Wertesystem entspringen. Ich wollte nicht provozieren, aus dem Alter bin ich raus. Es gibt keine Tabus mehr, alles war schon einmal da. Das gewollte Brechen von Tabus ödet mich an.

„Es ist ja wirklich nicht abwegig, es kann ja wirklich jederzeit, in jedem Moment eintreten“, schrieb mir jemand. Genau das ist mein Punkt. Wenn es einen jeden Tag ereilen kann, dann will ich es auch jederzeit thematisieren können. Und ich wiederhole: Ich mache mich nicht über den Tod lustig. Diese Sichtweise ist mir viel zu eng und reflexhaft.

Dennoch habe ich sicherlich einen nicht unerheblichen Teil meiner Leser verloren. Es lag mir aber immer fern, es allen rechtzumachen und verstehe, dass mir manch einer jetzt verstört den Rücken kehrt. Denn ich erwarte natürlich nicht, dass jeder meine Herangehensweise gutheißt. Aber ich staune auch darüber, dass manche derer sie nicht nur nicht gutheißen, sondern sie auch inakzeptabel finden, was eine enorm intolerante Reaktion ist. Ich halte beide Art und Weisen des Umgangs mit dem Tod für möglich und gangbar. Mich also jetzt zu verdammen, finde ich einigermaßen engstirnig. Sogar ausgesprochen engstirnig. Worin genau liegt eigentlich meine Untat?!

Es gibt nicht immer nur die eine Seite.

Noch einmal: Ich rechtfertige mich nicht. Ich verstehe jeden, der eine fahle Geschmacklosigkeit auf seiner Zunge empfindet. Nur finde ich es völlig legitim, sich auf jede erdenkliche Weise mit dem Ableben auseinanderzusetzen. Ich habe das nicht leichtfertig getan.

Der Umgang mit dem Tod polarisiert. Jeder geht mit ihm anders um. Das eben ist meine Weise.

Nebenbei bedanke ich mich dafür, dass sämtliche Reaktionen zivilisiert abliefen. Das ist gerade im Internet nicht selbstverständlich.

Mit Blick auf den Kalender stelle ich fest, dass der Text eine Woche zu früh erschienen ist.

42 Kommentare

  1. Wir kommen auf die Welt um zu sterben. Der Tod gehört zu unserem Leben. Ich bin u.a. Sterbebegleiterin und der Tod hat für mich seinen Schrecken verloren. Ich höre oft den Satz: „Oh nein, das könnte ich nicht.“ Das ist auch o.k. Das kann nicht jeder. Für mich ist es eine Bereicherung, bei einem Menschen zu sein, der sich von dieser Welt verabschieden muss. Kein Mensch sollte alleine sterben müssen. Der Tod ist für mich auch kein Ende, alles verändert sich nur.

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  2. Ich danke dir für deine Erklärung, Seppo.
    In unserer Gesellschaft ist es leider immer noch ein Tabuthema. Oder wer kann schon spontan sagen mit seinen engen Verwandten so frei darüber gesprochen zu haben? Sicherlich die Wenigsten.
    Ich fand die Reaktionen der einzelnen Personen sehr interessant, weshalb ich öfter vorbei schaute.
    Dich deswegen jetzt zu meiden, finde ich auch sehr Engstirnig.
    Ich denke das es so einige Todkranke Menschen gibt, die in ihrer Situation erst recht auf die Kacke hauen, mit schwarzen Humor darüber reden oder andere, für manche verstörende, Sachen machen oder von sich geben. Jeder geht damit anders um und sollte es auch.

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  3. Ich bin mir bewusst, dass es dir auch bei diesem Text nicht um Zustimmung oder Ablehnung geht. Aber ich möchte trotzdem sagen, dass ich deinen Text zum eigenen Tod extrem interessant fand. Und auch ich bin jemand, der den Tod nahestehender, essentieller Menschen im Leben schon sehr früh erfahren musste. Daher habe ich mich von klein auf intensiv mit dem Tod beschäftigt, auf die ganz unterschiedlichsten Weisen. Und auch mir geht es hin und wieder durch den Kopf, wie es wohl für mich sein wird, zu sterben. Und auch ich mache meine Kommentare über den Tod und ziemlich oft sind da auch Witze drunter oder ironische und vielleicht auch sarkastische Kommentare meinerseits. Und das gerade deswegen, WEIL ich mich sehr intensiv und ernsthaft mit dem Tod beschäftige. Denn all diese Umgangsformen – unter anderem den Humor – kann man in meinen Augen nur an den Tag legen, wenn man eine reflexive Distanz zum Tod gewonnen hat. Sie ist für mich die Basis zu einem Umgang mit dem Ende des Seins, der vielleicht irgendwann eine gesunde und friedvolle Form erreicht haben wird. Wer weiß… Das heißt nicht, dass ich es nicht verstehe, wenn jemand es für unmöglich hält, diese „Umgangsform mit dem Tod“ zu pflegen, weil er anders zu dem Thema steht. Auch ich bin noch alles andere als zufrieden mit meinem Umgang mit dem Tod und merke, wie er mich in den letzten Jahren zu überwältigen droht. Aber gerade deswegen fand ich deinen Text sehr, sehr interessant. Und die Kommentare, die darauf folgten, fast noch interessanter, ganz ohne bewerte zu wollen. Denn unsere KOmmentare und wie wir auf deinen Text reagieren, sagt viel mehr über uns selbst und unsere Einstellung zum geschriebenen Wort, zu Ausdrucksformen und zum Tod – und dem Leben – aus. Und das ist wirklich interessant und bringt mich selbst auch nochmal zum Nachdenken.
    Vielen Dank für deine Authentizität! Ich werde bleiben.
    Beste Grüße,
    May

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    • Hallo, also spätestens jetzt werde ich deinen Text über deinen Tod dann auch mal lesen!
      Ich arbeite seit 7 Jahren als Trauerrednerin und ohne Humor geht da gar nix bei mir!
      Als ich mich dazu entschloss 2010 in der Trauerbegleitung als auch als Seelsorgerin und Trauerrednerin zu arbeiten da kommentierte meine Tochter das so: „ Mama wie kannst du denn sowas machen, du bist doch viel zu lustig. „ ich antwortete: : „ Genau deshalb mein Kind, denn die Trauernden brauchen nicht noch jemanden , der sie noch trauriger macht.
      Also ich melde mich wieder. Heute habe ich eine Trauerfeier und noch keine Zeit zum Lesen

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  4. Schön geschrieben, Seppo.
    Ja, der Tod gehört wohl nicht zu den Lieblingsthemen des Menschen. Ich verstehe das schon, warum es so ist. Ein Thema, das mehr mit Emotionen und Ängsten verbunden ist als so manches andere. Da fühlen Menschen sich schnell verletzt, glaube ich.

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  5. Das Thema ist nicht neu auf deiner Seite. Die nötige Portion Humor war zu erkennen und das der Tod zum Leben gehört erfordert keine Erklärung.
    Darüber nicht sprechen oder auch mal darüber lachen zu dürfen macht ihn erst beängstigend und fremd.
    Ich bin nicht verärgert und freue mich auf mehr Seppogeschichten.

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  6. Ich glaube, dass das Verschweigen des unweigerlichen Endes, die Schönfärberei, die oft einer Verleugnung gleichkommt, mehr Menschen – vor allem dem Tode nahe – verletzt, als die Auseinandersetzung, in welcher Form auch immer. Jedenfalls habe ich es bei meiner Tochter so erlebt.
    Ich verstehe den Rückzug nicht, nur weil unangenehme Worte fallen. In solchen Situationen bin ich für Für und Wider an Ort und Stelle. Eigentlich in jeder Situation.
    Ich habe in einem anderen Blog auch Bezug auf Kritik genommen.

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  7. „Wenn mir jemand schreibt „Über den Tod scherzt man nicht“, frage ich mich, wer das denn festgelegt hat. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er darüber scherzt oder nicht, ein „man“ kann es in dem Falle doch gar nicht geben. Für mich ist völlig klar, dass man natüüüüürlich auch über den Tod scherzen kann. Was spricht dagegen? Beschwört man ihn dadurch herauf? Macht man sich damit lustig über Menschen, die im Sterben liegen oder um einen Nahestehenden bangen? Nein. Diese Unterstellung wäre ein mir viel zu einfacher Reflex, der mich auch beleidigen würde.“

    Bravo! Du sprichst mir aus der Seele. Warum darf „man“ keine Scherze über dieses Thema machen? Gibt es da ein Gesetz, eine allgemeingültige Regel? Nein. Den Gedanken an den Tod zu verdrängen, kann ich verstehen. Aber im Grunde gilt doch der Spruch: „Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben.“ Und daher sehe ich es auch so, dass jeder für sich entscheiden kann, ob er – für sich – darüber scherzen möchte oder nicht. Scherzt man darüber, befasst man sich mit dem Thema, will es aber doch nicht ins Lächerliche ziehen oder andere damit verletzen, die das ganz anders handhaben dürfen.

    Ich las gestern einige Kommentare und war erstaunt: Du hattest doch niemanden angreifen wollen – ich hatte den Text nicht so verstanden. Ich musste auch erst etwas schlucken – zugegeben -, was aber daran liegt, dass ich erst kürzlich vor der Situation stand, mich einem bildgebenden Verfahren unterziehen zu müssen, da man bei einer Routineuntersuchung etwas Suspektes entdeckt hatte. Da macht man sich schon Gedanken. Und dennoch stieß mir Dein gestriger Text nicht auf, und ich fühlte mich auch nicht unangenehm berührt. Dass sich nun Leser abgewandt haben, ist mir unverständlich.

    Einen schönen Sonntag und viele Grüße! 🙂

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  8. Moin Seppo. Du kannst schreiben was du willst und vielleicht schreibst du über etwas, was vielen durch den Kopf geht (mir auch), was sie sich aber nicht trauen schreiben (ich auch nicht).
    Eins noch: Einfach so vom Acker machen geht nicht. Das muss in unser zivilisierten Verwaltungsgesellschaft beantragt und genehmigt werden. Der Antrag ist in zweifacher Ausfertigung einzureichen: Eine für oben, eine für unten.
    Übrigens: Mein Antrag ist abgelehnt worden. Mich will keiner. Also bleibe ich noch – und spreche von hier aus mit denen meiner Lieben, meinem Sohn, die alle schon weg sind. Irgendwann werde ich schon noch hinter jumpen. 😉
    Munter bleiben, Grüße von der Ostsee!

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  9. Bis vor zwei Jahren habe ich als Bestatterin gearbeitet, habe Verstorbene am Sterbeort abgeholt, gewaschen und gekleidet und die Angehörigen beraten und betreut. Dies nur als Erklärung vorweg, nicht als Effekthascherei.
    Ich bin also dem Tod und seinen Auswirkungen jeden Tag aufs Neue begegnet und konnte feststellen: der Tod ist immer gegenwärtig, das Eis auf dem wir gehen ist verdammt dünn. Er kann als Freund und Erlöser kommen, wenn jemand lange krank und siech war, er kann aber auch als böse widerwärtige Überraschung aufwarten und das gewohnte Leben mit einem Paukenschlag zerstören.
    Eines habe ich auch festgestellt: es ist menschlich und verständlich, ihn, den Tod, aus unseren Gedanken zu verbannen. Er ist nämlich auch ein echter Stimmungskiller. Wer sich allerdings mit ihm auseinandersetzt, wer sich seine Endlichkeit und die seiner Lieben bewußt macht, hat die Chance, das Leben neu zu bewerten. Die Auseinandersetzung mit dem Tod ist jedoch ein mitunter schmerzhafter Prozess, wird allerdings auch mit einer gewissen Gelassenheit belohnt.
    Der Tod macht mir persönlich keine Angst mehr, denn (für mich) ist er nicht das Ende. Er löscht zwar Leben aus, jedoch nicht Liebe und Erinnerung. Diese beiden sind viel mächtiger als der Tod.
    Aktuell muss ich mich mit dem langsamen Sterben eines mir sehr nahestehenden Menschen befassen. Das ist schmerzhaft bis ins Mark. Alles was ich tun kann, ist, diesem Menschen ein leichtes Sterben zu wünschen und, als letztes Geschenk, seine Trauerrede so zu schreiben, dass alle anderen um ihn Trauernden einen guten Anfang auf ihrem Trauerweg haben.
    Abschliessend noch ein Gedanke an diejenigen, die den Tod mit einem Tabu belegen: der Tod ist die wohl einzige Konstante im Leben. Er ist gewissermaßen das Ziel. Wird nicht darüber geredet oder geschrieben, ist er mit Ängsten belegt. Gliedern wir ihn ein in unser Dasein und in unsere Gedanken, verliert er seine Macht, obschon er gegenwärtig ist.

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  10. ganz ehrlich, als ich das in meiner mail liste gelesen hatte und noch keine zeit hatte, weiterzulesen, war ich richtig traurig. seppo war (so dachte ich eben, deshalb das „war“) der erste follower meines blogs und nun isser nicht mehr. fand ich doof, obwohl ich seppo garnicht kannte. und dann las ist später, alles fake, seppo lebt. klar besser so als anders. aber ich bin sauer, so verarscht geworden zu sein, dass jemand so mit meinen gefühlen gespielt hat (deshalb mag ich auch im übrigen diesen unsäglichen edeka spot mit dem opa vom letzten jahr überhaupt nicht). und deshalb werde ich seppo auch nicht weiter folgen. ich mag einfach nicht, dass so mit mier umgegangen wird.

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  11. Was ich persönlich interessant finde, ist die Tatsache, dass ich als sehr unregelmäßigmäßiger Leser mich der gestrige Text sehr getroffen habe; obwohl ich Seppo wahrscheinlich nicht mal auf der Straße erkennen würde.
    Und ehrlich gesagt, ich persönlich finde es immer sehr schwer, wenn Leser Erwartungen an einen Blog haben. Ich persönlich finde, man darf Erwartungen an die Qualität haben und an vertretbare Inhalte (wenn hier Naziinhalte auftauchen würden, nun.) Aber der Blog ist kostenlos und ist auch (glaube ich?) freizeitlich betrieben. Da darf man dich reinschreiben was man will, und auch Experimente wagen. Ich persönlich muss leider sagen, ich finde die Entrüstung vieler Leser sehr nochnäsig.

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  12. also für mich waren dein nachruf sowie deine reflexion auf denselben (einschließlich der darauf bezogenen kommentare) deine bisher besten texte. Okay, ich gehe an das thema meines eigenen eventuell möglichen todes nicht so heran wie du, sondern eher epukuräisch. demnach ist der tod völlig uninteressant, denn solange wir da sind, ist er nicht da. wenn er aber da ist, ist er noch uninteressanter, weil wir dann nicht mehr da sind. außerdem hab ich viel zu viel mit den inhalten meines spannenden lebens zu tun und daher wenig zeit mich mit meinem tod intensic zu befassen – insofern war dein text ein anstupser, mich mal wieder diesem thema zu widmen.
    etwas ganz anderes ist der tod außerhalb meiner person. beispielsweise der tod teurer und geliebter mitmenschen, die leider nicht mehr da sind und mir manchmal so sehr fehlen – oft auch noch nach jahren. ich renne zwar nicht auf friedhöfe, um an sinnlosen grabsteinen zu gedenken. doch ich frage mich häufig, ob ich mich diesen menschen intensiv genug gewidmet hatte, als die gelegenheit dazu noch gegeben war. aus solchen gedanken ziehe ich den schluss, dass ich mich denen, die noch da sind, um so achtsamer widmen sollte ehe es dazu zu spät ist.
    die größte niederlage der menschheit ist jedoch die akzeptanz des massenhaften todes, der nicht kommt, weil die uhr der jeweiligen person abgelaufen ist, sondern der durch menschen selbst aktiv herbeigeführt wird. der massenhafte tod durch die zahllosen kriege, der massenhafte tod durch die gewaltherrschaft von despoten, der massenhafte tod im mittelmeer und der massenhafte tod durch naturkatastrofen, die es zwar immer gegeben hat, deren heutige apokalyptische intensität jedoch vom menschen mit verursacht wird. vor diesem millionenfachen sterben steh ich entsetzt und fassunglos und da hilft mein allgemein leicht ironischer blick kein stück weiter. was bleibt ist die bohrende frage, warum es uns bislang nicht gelungen ist, die meister des millionenfachen todes zu stoppen…

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  13. Hallo Seppo, ich habe Deinen gestrigen Text nicht zu Ende gelesen. Das Lesen langer Texte fällt mir momentan etwas schwer wegen passender Brille nach Augenop. Dass die Auseinandersetzung mit dem Tod auch in jungen Jahren wichtig ist, erfuhren wir vor knapp vier Jahren, als mein Schwiegersohn plötzlich und für alle völlig unerwartet verstarb. Meine Tochter war 34, hatte vier Kinder und war Witwe. Zum Glück besuchten die beiden jüngsten den evangelischen Kindergarten, wo bereits kindgemäß mit dem Tod umgegangen wurde. Der sechsjährige wusste daher, dass es auch Urnengäber gibt, so dass meine Tochter sich für eine Urnenbeisetzung entscheiden konnte. Es ist wichtig, dass die Hinterbliebenen wissen, wie ein jeder sich seine Beerdigung vorstellt. Wir baten die Trauergäste um farbenfrohe Kleidung und bunte Blumen. Auf Wunsch der Ältesten meiner Tochter ließen die engsten Freunde und Familienangehörigen 35 bunte Luftballons mit persönlichen Grüßen vom Kirchturm in den Himmel steigen. Das war sehr emotional. Mein Schwiegersohn spielt noch immer eine große Rolle im Leben seiner Familie. Oft höre ich, dass dieses oder jenes ihm auch gut gefallen würde. Der Tod gehört zum Leben dazu. Das mußten meine Enkel bereits sehr früh lernen, auch dass eine große Trauer dazu gehört, die ihre Zeit braucht. Deinen gestrigen Beitrag fand ich makaber, aber vielleicht muss ich ihn bei Gelegenheit mal zu Ende lesen.

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  14. Lieber Seppo,
    ich folge dir seit nicht allzu langer Zeit (bin relativ neu bei WordPress) und habe nicht viel von dir gelesen. Dein Text von gestern (und auch der von heute!) hat mich jedoch sehr berührt. Das war so etwas wie ein Wow-Effekt. Jeder von uns Menschen denkt über den Tod nach, stellt sich seinen eigenen Tod vor. Du hast deine Gedanken aufgeschrieben … Und du hast es heute nochmal erklärt, warum. Und ich könnte jedes deiner Worte selbst unterschreiben. Weißt du, schon als Kind habe ich sehr viel über den Tod, über das Leben, über mich in diesem Leben nachgedacht. Ich war bis zu einem gewissen Alter felsenfest davon überzeugt, dass ich unsterblich bin. (Das Einzige, was ich nicht begreifen konnte war – warum gerade ich ICH bin). Irgendwann war dieses sehr einzigartige Gefühl dann doch weg. Anstelle dessen hat sich ein anderes Wissen in mir festgesetzt. Darüber habe ich oft mit anderen diskutiert … Keiner hat mich so richtig verstanden. Ich habe meine Überlegungen auch versucht, schriftlich festzuhalten, bin mir trotzdem fast sicher, dass mich keiner versteht.
    https://www.rosa-andersrum.de/nachdenkliches/mein-tod/ Hier also meine Gedanken. Bitte den Link nicht als Werbung für meine Seite verstehen! Gut möglich, dass deine Meinung dazu kurz und knapp ausfällt: „So ein Quatsch!“ (habe ich auch schon gehört). Gut möglich, dass du gar keinen Interesse hast, neine Ausführungen zu lesen … Egal! Ich finde es großartig, wenn Menschen Achtung vor dem Tod und vor dem Leben haben und sich darüber Gedanken machen, und vor allem, wenn sie das Leben (nicht nur das eigene!) schätzen. Denn Leben ist der größte Schatz in unserer Welt, und der Tod – das größte Geheimnis (auch wenn wir immer wieder versucht sind, dahinter zu kommen – jeder auf eigene Art und Weise).
    Also, lieber Seppo – auf mich als deinen Fan kannst du weiterhin zählen 🙂
    Herzliche Grüße
    Rosa

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  15. Deinen Beiträgen nicht mehr zu folgen bzw. sie bis zum Ende zu lesen, halte ich für ziemlich engstirnig. Und ja, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen, ist auch vollkommen legitim, auch öffentlich. Jeder hat seine eigen Art und Weise damit umzugehen. Und ja, ich bin der Meinung, dass man damit nicht leichtfertig umgehen soll und ich bin nach wie vor der Meinung, dass man über den Tod nicht scherzen soll. Zumindest nicht so. Wenn es nicht scherzhaft gemeint war, dann war doch die Form befremdlich. Aber das liegt evtl. auch an meinem Alter und dass ich mich selbst damit auseinander setzten muss, dass da evtl nur noch 15 Jahre sind.

    Die Form, die du gewählt hast, hat wohl einige (auch mich) sehr vor den Kopf gestoßen. Im Englischen sagt man: My heart skipped a beat“ So ist mir das gestern beim Lesen der Überschrift und des oberen Teils gegangen. Mir war flau im Magen und mir hat es den Hals zugeschnürt. Je weiter ich gelesen hab, wandelte sich das dann in: Bub, sei froh, dass du so weit weg bist! Ich hätte dir am liebsten was um die Ohren gehauen.

    Gestern Abend hab ich noch lange über das Stück nachgedacht, dass du dir da geleistet hast 😉 . Ich glaube, du hättest nicht so negativ geladenen Emotionen hervorgerufen, wenn du nicht deinen eigenen Tod ‚durchgespielt‘ hättest. Du hast mit Emotionen anderer Menschen gespielt. Find ich nach wie vor nicht gut. Sollte dir das nicht klar gewesen sein, dann weisst du das jetzt 😉 Aber das sind nur meine 5 cent zu dem Thema.

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    • Absolut OT, aber interessiert mich gerade so:
      Im Englischen ist es ja „just my two cents“. Und ich meine mich zu erinnern, dass man früher „nur meine 4 Pfennige“ als deutsches Pendant gesagt hat (wegen des damaligen Wechselkurses Dollar/DM?).
      Ist es nun im Deutschen wirklich „nur meine 5 Cent“ und wenn ja, wo kommt das her?

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  16. Du schaust auf „Tod“ und fragst dich „Worin genau liegt eigentlich meine Untat?!“

    Ich habe deine Beiträge und die Kommentare zum gestrigen gelesen. Die „Untat“ liegt nicht darin über deinen Tod geschrieben zu haben, sie lag für deine Leser in der „Trauer“ die du damit ausgelöst hast.

    Da kann ich nur jeden einladen dieses Medium als das zu sehen was es ist…

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  17. Also ich hab ja eine schwere chronische Krankheit (Myalgische Encrphalomyelitis) mit bedrohlichen Symptomen (Herzrhythmusst., Muskelschwäche, Taubheit, schwere Fatigue, wochenlange Infekte usw.) und dem Funktionsniveau eines Aidskranken drei Monate vor dem Tod. Meine Krankheit kann Jahrzehnte dauern, ohne dass ich sterbe, ich kann aber auch bei der nächsten Grippe sterben oder ins Heim kommen, weil mein Körper nicht die metabolischen und immunologischen Fähigkeiten hat, die Homöostase wieder in Stand zu setzen. Ich habe mir herausgenommen, zu sagen, dass dieser Text nicht, von einem geschrieben ist, der im Sterben liegt, nachdem ich etwa in der Hälfte erleichtert feststellte, dass dies doch die künstlerische Handschrift des Autors sein muss, nicht ein Nachruf auf ihn. Ich war beim Titel nämlich geschockt und musste zweimal hinschauen und schliesslich den Text lesen, weil ich wissen wollte, ob Seppo, dessen Texte ich nur ab und zu lese, lebt oder tot ist. So gesehen wäre so ein Titel natürlich ein Superfänger im Kampf um Aufmerksamkeit, ja ist es. Manche stossen sich wohl dran, weil hier der Tod zu Marketingszwecken hinhalten muss, aber welches Thema muss das nicht? Sex ist doch der Superfänger! Seppo sagt aber auch, dass ihn der Tod auch tatsächlich beschäftigt und er eine heidenangst vor ihm hat, und das macht es für mich wieder zu einem wertvollen Text. Ich finde den Tod ein spannendes Thema(literarisch od. Im Kaffeehaus), fand das schon, als ich noch gesund war.

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  18. Irgend wer schrieb es schon und ich möchte nichts schmälern, aber mich haben die letzten beiden Beiträge auch am meisten gepackt.
    Ich habe „Seppo“ auch immer ein Stück weit als „literarisches Ich“ verstanden und mich bei der Überschrift nicht wirklich gefragt, ob jemand verstorben ist.

    Die Diskussion zeigt aber, wie wenig der Tod als Bestandteil des Lebens angenommen wird. Wie schlecht wir gemeinsam darüber reden können, egal, welche Ansichten man dazu vertritt. Und daher finde ich solche Diskussionen wichtig, weil es für Sterbende, Trauernde, Hinterbliebende unheimlich krampfig ist, in einem solchen Umfeld den Tod zu verarbeiten.

    Und an zweiter Stelle bin ich froh, dass ich scheinbar doch normal bin, weil ich auch oft über solche Dinge nachdenke.
    Vielen Dank!

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  19. Was macht dich so sicher, Seppo, dass das Thema Tod niemandem gefallen kann? Ich glaube, in diesem Punkt irrst du dich. Ich jedenfalls tausche mich sehr gern mit anderen Menschen darüber aus. Und ganz ehrlich: die Tatsache, dass das Leben zeitlich begrenzt ist, finde ich weit sympathischer als die Vorstellung, dass es ewig wäre … und das, obwohl ich ganz gern noch ein paar Jährchen weiterlebe … So, du wolltest, dass ich meinen Senf dazugebe. Jetzt hast du ihn.

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  20. Hat dies auf Verena Sarda (Hort) rebloggt und kommentierte:
    Alles gut … wir dürfen eine Meinung haben .. mit Recht auch eine über den Tod .. unseres Eigenen … der uns jeden Augenblick ereilen kann… deswegen macht er Angst … haben wir nicht alle noch etwas zu erledigen, erleben?

    ich war in den letzten Tagen ebenfalls aufmüpfig. Ich möchte nicht allerwelts-Grüße-Postings-Verleumdungen-Kettenbriefe-etc. erhalten und habe dies sehr deutlich gepostet .. und denjenigen die es versandten direkt geschrieben .. ich wurde Reihenweise blockiert .. eine sehr spirituelle Aktion das Blockieren .. doch wir lächeln drüber und sind weiter hin aktiv:

    Ich schreibe das was mir gefällt und wenn es über die Energieräuber ist. … so ist s recht auch über den Tod zu schreiben… er IST .. danke Seppo

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  21. also ich bin der ansicht dass es keine rechtfertigung braucht zu deinem gestrigen thema …. der tod gehört zum leben also muß man auch über ihn reden und auch scherzen können … du hast alles richtig gemacht … 🙂 schönen abend noch wünscht die wolfskatze 🙂

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  22. Auch ich habe mich schon immer sehr intensiv und sehr offen mit dem Thema auseinandergesetzt. Trotzdem muss ich sagen, dass ich die „Traueranzeige“ nicht in die Rubrik „schwarzer Humor“ schieben kann, sondern ebenfalls für geschmacklos halte. Ich kenne Seppo nicht persönlich, fand seine Kommentare aber bisher recht witzig. Die „Traueranzeige“ hat auch mich im ersten Moment ein wenig traurig gemacht. Ich finde, dass es auch beim Scherzen eine Grenze geben, die meiner Meinung nach hier überschritten wurde.

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  23. Ich sterbe an Krebs. Das qualifiziert mich doch wahrscheinlich in den Augen der harschen Kritiker zu einem klaren Urteil: Ich finde den Text gut. Die Form war kreativ und hat bewegt. Und so lang war der Text doch nicht, dass man sich in tiefster Trauer hingab bis die Auflösung kam. Humor ist für mich eine der wichtigsten Instrumente meine Situation erträglich zu gestalten und ich mache sehr gerne Witze über meine Krankheit oder mein Sterben. Und zum Glück gibt es Menschen die mit mir lachen können oder sogar Witze über mich machen. Was bedeutet es für mich als Sterbende, wie in einigen Kommentaren gesagt wird, dass man über meinen Alltag, mein Leben nicht sprechen darf? Nur leise, ganz pietätvoll, hinter vorgehaltener Hand? Und nicht lachen darf? Dass ich in meiner Situation nicht alltäglich und normal sein darf?
    Ich weiß, die meisten Menschen glauben es eigentlich nicht aber auch sie sterben. Jeder der stirbt ( nochmal: alle Menschen auf dieser Welt😉) sollten sich Gedanken um den Tod machen dürfen und vielfältige und kreative Möglichkeiten der Verarbeitung und des Ausdrucks finden. Bitte öffentlich! Sehr gut gemacht! Daumen hoch

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    • Herzlichen Dank für deinen Kommentar. Es ist so wichtig was du schreibst. Ich denke, dass ein nicht sprechen dürfen über die Tatsache zu sterben, Sterbende noch während sie leben „verwesen“ lässt. Ich hoffe du verstehst, was ich damit meine. Du würdest zu Lebzeiten bereits als tot angesehen und ignoriert. DAS fände ich respektlos und geschmacklos. Darüber hinaus brutal. Ich wünsche dir noch viel Humor und einen Weg, wie du ihn dir wünscht.
      Herzliche Grüße
      „Benita“

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  24. Ich habe schon lange nicht mehr hier gelesen. Und ich bin froh, diese beiden Beiträge zu deinem vermeintlichen Ableben gelesen zu haben. In mir hat es vor allem ausgelöst, wie will ich in Erinnerung bleiben. Ich fand die Idee mir meinen eigenen Nachruf zu schreiben zunächst inspirierend. Jetzt nicht mehr. Egal, wie auch immer mein Zugang ist, ich finde es wunderbar offen damit umzugehen. … Ich habe einige Zeit regelmäßig bei dir gelesen. Dann überzeugten mich deine Beiträge nicht mehr. Diese beiden gehören für mich zu deinen besten.
    Noch viele Jahre und liebe Grüße
    „Benita“

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  25. Schon spät, meine Reaktion (ohje, das klingt nich gut, weiß ich… sollte es mal ernst werden…) aber ich kenn Dich Seppo, Dein sarkastischer Humor und Deine manchmal reisserischen unverschämten Worte haben sich eingeprägt, somit ist mir klar dass sowas jederzeit bei Dir kommen kann, also macht es mir nichts, verdutzt war ich doch…
    Ich finde Deinen Schreibstil eben „unmöglich“ 😉 und auch das wirst Du verstehen, vielleicht liegt es an den Regionen, die uns beiden bekannt sein dürften. Da redet man so. (Ekelig, aber was soll’s….lol).
    Der Tod ist mir jeden Tag im Nacken und ich bin immer traurig, dass es bedeutet, dass ich nicht mehr alles machen kann was ich machen wollte im Leben. Soviel verpasst und dann gestorben. Ätzend.
    Ich habe viele Leute verloren und bin sehr einsam, und werde es wohl bleiben, dazu kommt, dass niemand versteht, dass wir alle keine „Zeit“ haben. Und daher irgendwie nicht warten sollte, mit gar nichts, und auf gar nichts, aber das ist unsinnig erklären zu wollen, ich werde immer vertröstet auf alles. Und werde daher vor meinem Tod immer gewartet haben auf das Leben! Aber man redet eh gegen Wände. Der Tod ist unsichtbar in dieser Gesellschaft, einfach traurig.

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