Fragenkatalog

liebster

Vollkommen zurecht wurde das seppolog abermals nominiert für die „Liebster Auszeichnung“, die nichts anderes als eine Art Kettenbrief ist, über die man sich beim ersten Mal noch freut, während einem beim x-ten Mal fast schon einer abgeht. Nun schreiben die Regeln es allerdings vor, dass lediglich Blogs mit maximal 300 „Followern“ nominiert werden dürfen. Puh, so ein Pech, damit bin ich raus. Dennoch bedanke ich mich bei Juliandra sowie MeinKochen, beide haben wachen Verstand bewiesen und mich nominiert. Damit sind jeweils elf Fragen an mich verbunden, die zumindest ich beantworten will, da mich auch auf anderem Wege gelegentlich Fragen erreichen, wie beispielsweise die nach meiner Handy-Nummer. Ja, als ob ich die preisgebe! Ich bin stolz darauf, dass da kaum jemand anruft!

Beginnen wir, Damen zuerst!, mit den Fragen von Juliandra, die in ihrem Blog den Kampf gegen ihre Kilos dokumentiert. Ich würde ja sagen, hat sie nicht nötig, aber ich habe mir da kein Bild machen können. Oh, sind nur zehn Fragen! Regelverstoß! Disqualifiziert 😉

1.) Bloggst Du überwiegend als Selbstreflexion oder überwiegend um Dich anderen mitzuteilen?

Die Frage stelle ich mir seit 87 Blog-Artikeln. Es muss wohl der Vorgang des Schreibens an sich sein, der mir eine gewisse Befriedigung verschafft und in der Tat ist es so, dass wenn ich der Meinung bin, was „Großes“ geschrieben zu haben, ich ein Hochgefühl erlebe. Zuletzt hörte ich von vielen Leuten außerhalb dieses „Blog-Universums“, die meinen Blog tatsächlich verfolgen, was mich dann motiviert hat weiterzumachen.

2.) Könntest Du Dir ein Leben ohne Handy vorstellen?

Nein. Ich habe mir jüngst sogar ein Sauf-Handy zugelegt. Früher war mein Diensthandy auch Sauf-Handy, aber ich hab’s beim Feiern verloren. Das Handy brauche ich inzwischen insbesondere, um den Blog zu pflegen. Grundsätzlich geht mir diese „Immer-Online-Mentalität“ aber zunehmend auf den Sack, ich spiele vermehrt mit dem Gedanken, mich beispielsweise von Facebook zu verabschieden, da ich es nicht mehr ertrage.

3.) In welcher Situation warst Du mal besonders mutig?

Hier muss ich drüber nachdenken. Das ist wie in einer Klausur, die nicht gut läuft, man macht erst mal mit der nächsten Aufgabe weiter …

4.) Welche Deiner Eigenschaften magst Du am wenigsten an Dir?

Puh, sollte ich erst mal mit der nächsten Frage weitermachen?! Können das nicht andere beurteilen? Eine sagen wir mal gewisse Konfliktscheu verleidet mir mitunter das Dasein.

5.) Welche Deiner Eigenschaften magst Du am meisten an Dir?

Eine gewisse Konfliktscheu, die mich schon hin und wieder vor großem Unglück bewahrt hat. Aber im Ernst: Ich werde doch hier nicht meine postiven Eigenschaften darstellen. Auch das sollten andere tun. Aber natürlich, da gibt es eine und treue Leser können sich die denken.

3.) In welcher Situation warst Du mal besonders mutig?

Ach, Frage 3 ist ja noch offen. Muss ich weiter schieben.

6.) Würdest Du lieber in einer hochmodernen Wohnung leben oder in einem kleinen, alten Haus?

Hochmoderne Wohnung.

7.) Bist Du für einen längeren Stromausfall gerüstet und könntest eine Woche ohne Elektrizität schaffen?

Es wäre vermutlich ein Segen, aber gerüstet bin ich dafür nicht. Ich könnte mir aber schon einmal Läden ausgucken, die ich dann plündere, wenn es soweit ist.

8.) Achtest Du beim Einkauf von Fleisch auf “Bio”? Oder auf artgerecht?

Ich bitte Dich.

9.) Ist Dir der Unterschied bewußt?

Zwischen „bio“ und „artgerecht“? Nun, „bio“ ist ein schwammiges Siegel, das den Kunden verarscht, der es seiner Art gerecht naiv mit sich machen lässt.

10.) Bügeln – lästige Pflicht oder meditative Entspannungsübung für Dich?

Lästig. Daher gilt die Regel: Fällt auch nur ein zu bügelndes Objekt an, muss das sofort weggebügelt werden, damit sich nicht ein Haufen Stoff kumuliert, den es abzuarbeiten Stunden verschlingt.

3.) In welcher Situation warst Du mal besonders mutig?

Inzwischen ist mir eine eingefallen, die aber schlicht zu privat ist und von der ich noch immer nicht weiß, ob es Mut oder grandiose Dummheit3000 war. Ich tendiere zu großer Dummheit. Ein anderes Mal ging ich ohne Regenschirm in den Regen.

 

Danke für Deine Fragen, weitere elf Fragen nun also von MeinKochen.

1.) Wie ist die Reaktion im “realen” Freundeskreis auf Deine Blogaktivitäten?

Überwiegend positiv, wenn ich glauben kann, was man mir sagt. Ich bin überrascht, wer alles liest, da ich das meiste für relativ belanglos halte. Das führt allerdings zu Konflikten, da ich im seppolog hier und da übertreibe, was im Freundeskreis nicht immer erkannt wird. Ich nehme das aber bewusst in Kauf, den Preis zahle ich.

2.) Wie steht die Familie dazu?

Sie hat ein diffuses Wissen über mein Treiben hier, verfolgt es aber nicht.

3.) Wie viel Zeit in % nimmt Deine Blogtätigkeit pro Woche in Anspruch?

Das eigentliche Schreiben eines Artikels mit rund 1.000 Wörtern dauert vielleicht zwanzig Minuten. Das Verlinken und das Bewerben dessen dauert sehr viel länger, das geht schon in mehrere Stunden pro Tag.

4.) Gibt es Hobbys, über die Du im Blog nicht berichtest, wenn ja welche?

Gibt es.

5.) Welches Ereignis könnte Dich aus der Bahn werfen?

Ich bin bereits aus der Bahn. Auch das zu privat. Ich suche eher das Ereignis, das mich wieder reinbringt …

6.) Dein schönstes Erlebnis?

Das sind aber auch persönliche Fragen. Das schönste Erlebnis bislang. Hm, immer diese Superlative. Es gab so viele schöne. Ich nehme mal an, das schönste hängt in irgendeiner Form mit meiner Mitbewohnerin zusammen; sie an sich ist ein ausgesprochen schönes Erlebnis.

7.) Welche Erfahrungen möchtest Du in Deinem Leben nicht mehr missen?

Eine gewisse Erfahrung mit dem Tod.

8.) Bist Du glücklich, so wie Dein Leben bisher verläuft?

Ich bin satt, ich bin einigermaßen g’sund, es wäre nicht angebracht, unzufrieden zu sein.

9.) Bist du abergläubig?

Ja.

10.) Glaubst du an die Existenz anderer Wesen aus dem All?

Ja.

11.) Du bist mit Deinem Leben zufrieden, weil:

siehe 8.!

So, draußen ist es seltsamerweise sehr neblig, da gehe ich doch direkt Mal laufen. Wünsche einen entspannten Tag.

23 Kommentare

  1. Fragenkatalog. Da krieg ich ganz nostalgische Gefühle an die Zeiten, da man diese Freundschaftsbücher im Klassenverband rumreichte. Da kam ja nie was Gescheites bei rum, aber Deinen Antwortkatalog habe ich mit verschmitzter Freude gelesen.

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  2. Da fällt mir auf:
    Ich hab zwar kein Sauf-Handy, aber ein Reit-Handy. Denn die neuen Handys haben die blöde Angewohnheit, beim Sturz vom Dressuresel direkt kaputt zu gehen. Mein altes Siemens S4 war da echt robuster.

    Und falls Du mal einen Wanderritt machen wollen solltest, vor allem alleine, ein Tipp: Das Handy gehört an den Reiter, nicht in die Packtaschen ans Hüh. Nix ist blöder, als wenn sich ungeschickterweise die Wege von Equiden und Menschen trennen sollten, wenn man seinem Handy nachblickt, wie es im Galopp Richtung Autobahn entschwindet…

    Falls nicht: Ein altes C-Netz-Telefon fällt im Leben nicht ins Bierglas. Passt nicht rein 😉

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  3. Sympathisch! Deinen Kommentar zu Facebook kann ich nachvollziehen. Nutze es auch eher für die meine Seite. Und Handy ist dann cool, wenn man auch mal nicht rangeht, wenn es klingelt oder mal nicht in den Posteingang der Emails schielt ;-).

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  4. – ‚meiner Mitbewohnerin … sie an sich ist ein ausgesprochen schönes Erlebnis.‘

    Was für ein ausgesprochen schönes Kompliment … ich hoffe sie hat es gelesen.

    – Deinen Like auf den letzten Beitrag von Rufus zu entdecken war für mich überraschend und erfreulich zugleich.

    Gefällt 1 Person

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