Seppo intim: Fragenkatalog IV

Zu den Fragensammlungen I, II und III!

fragen

Im Laufe der Zeit sammeln sich von dem ein oder anderen Leser auch im Zusammenhang mit dem „Liebster Blog Award“ viele Fragen an, die ich sammle und dann, wie im folgenden, in epischer Breite beantworte. Weil’s geht.


Die Fragen von „Emotionsmassagen„, die mich jüngst erreichten, sollen den Anfang machen.

Welche Aufgaben in Deinem Beruf machen Dir am meisten Spaß?

Ich bin so eine Art Moderator in einem Breite-Masse-Sender, was ich als großes, ungeplantes, aber erhofftes Glück begreife, da ich dort genau das tun kann, was mir liegt. Und das muss einem ja Spaß machen. Ich kann es nicht einmal Arbeit nennen, fürchte aber, irgendwann im Leben den Preis dafür zahlen zu müssen.

Wenn Du noch einmal die Gelegenheit hättest: Welchen Beruf würdest Du ergreifen und warum?

Ich hätte meinem Vater in die Oberfinanzdirektion Münster folgen sollen. Ich wäre dann bereits verbeamtet, hätte ein Haus, zwei Kinder und einen sprechenden Hund. Dennoch: Ich bereue nichts. Das wäre undankbar.

Was bringt Dich dazu herzhaft zu lachen?

Nur scheinbar plumper Humor, der aber beim zweiten Darübernachdenken mit Tiefgründigkeit überrascht. Entlarvender Humor und ganz wichtig: Selbstironie, um anderen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Grüße an Sabrina, die das großartig kann! Sie berichtete mir dereinst von einer Ratte in ihrer Küche (was mit einem Loch in der Wand und nicht etwa mit mangelnder Hygiene ihrerseits zu tun hatte) via Facebook und bat mich, gegen das Tier einzuschreiten. Ich lag ungelogen mit krampfhaften Lachen auf dem Schreibtisch vorm Rechner, als ich ihre Situationsschilderung las. Ich breche beim bloßen Gedanken daran wieder in schallendes Lachen aus. Vielleicht habe ich nie ausdauernder am Stück gelacht. Ich müsste es mal veröffentlichen!

Bist Du introvertiert oder extrovertiert?

Haha. Sitze gerade lachend vor dem Rechner. Im Privaten bin ich auf den ersten Blick absolut introvertiert, da ich maßlos misstrauisch bin. Darüber hinaus bin ich, was mir selber als massiver Widerspruch ein absolutes Rätsel ist, das ein Psychologe aber leicht lösen könnte, äußerst extrovertiert.

Ruhiger Abend, lieber alleine oder doch zu zweit?

Ich schätze es grundsätzlich ruhig, was aber doch auch zu zweit funktioniert. Bin aber auch sehr gerne alleine, daraus entsteht für mich nie Langeweile, sowas kenne ich nicht.

Selbstbefriedigung in einer Beziehung: „go or nogo“?

Die Frage verstehe ich schon nicht. Ich kannte mal ein Pärchen, das sich getrennt hatte, weil sie ihn bei der Selbstbefriedigung erwischt hat. Sie fühlte sich betrogen. Absoluter Schwachsinn natürlich, vielleicht sogar etwas verklemmt. Man sollte all das tun, was geht, solange man niemandem schadet.

Beschreibe mir Deine Lieblingssexfantasie?

Meine Selbstdarstellung kennt Grenzen. Meine Sex-Fantasien allerdings nicht.

Redest Du offen über Erotik?

Nicht mit jedem. Mit dem ein oder anderen äußerst offen.

Was war der aufregendste Ort, an dem Du bisher Sex hattest?

Das geht hier aber in eine Richtung … Ich bin, was die Wahl des Ortes angeht, konservativ. Das Aufregenste war vielleicht der Ozean, weil plötzlich eine ältere Dame des Weges schwamm und der Wellengang das Ganze eher ungünstig gestaltet hatte.

Wärst Du für eine Nacht käuflich oder würdest Du eher jemanden für eine Nacht bezahlen?

Auf gar keinen Fall würde ich jemanden für eine Nacht bezahlen. Auch tagsüber flösse kein Geld. Umgekehrt ließe ich mich auch nicht bezahlen. Wobei, wenn der Betrag sechsstellig wird, würde ich das Ganze mal gedanklich durchspielen. Fragst Du, weil Du Interesse hast?

Gibt es sexuell etwas, was Du gerne einmal erleben würdest, wenn ja, was?

Gibt es, aber das gehört hier nicht hin.


„Shortys by Luise“ hat mir ebenfalls elf Fragen zukommen lassen, auf die ich bislang zu meiner Schande mit keinem Wort eingegangen bin, was ich nun nachhole. Übrigens ein lesenswerter Blog.

Kannst Du Dich an eine Situation in Deiner Kindheit erinnern, die Du einfach nur doof gefunden hast? Welche?

Der sonntägliche Kirchgang. Gottesdienste sind schlicht langweilig. Das geht auch anders.

Wenn Du für einen Tag mit einem Menschen tauschen könntest, wer wäre es und warum?

Auf keinen Fall würde ich das tun, da ich eines begriffen habe: Selbst die mit einer scheinbar erstrebenswerten glänzenden Fassade, die beneidenswert leicht durchs Leben gehen, haben wie jeder andere auch ihre Probleme und Krisen. Warum sollte ich mir die für einen Tag antun, wenn ich meine eigenen habe?! Außerdem wäre ein Tag ohne mich ein schwerer Verlust.

Was machst Du am liebsten, wenn Du alleine bist?

Es ist wohl tatsächlich das Schreiben. So wie jetzt. Habe frei, Mitbewohnerin ist aus dem Hause und ich kann meine Sachen tun.

Welche Art von Menschen magst Du nicht?

Humorlose Menschen, die aber in Karnevalsvereinen organisiert sind und deshalb meinen, besonders crazy zu sein. Das absolute Gegenteil ist der Fall. Und bei Unehrlichkeit kotze ich. Habe allerdings in diesem Jahr aus Not lügen müssen. Es war eine zwar noble Lüge, lag mir aber schwer im Magen. Heute lache ich darüber, weil mir das Lügenkonstrukt unter meinen Händen zerbrochen ist, da es schlecht durchdacht war. Übrigens fliegt so ziemlich jede Lüge auf und lässt einen schlecht schlafen. An dieser Stelle grüße ich Melanie Chorweiler-Gruber.

Was stört Dich an Dir am meisten?

Sehr persönliche Frage. Da gibt es etwas, worüber ich mich hier ausschweige, da Freunde eventuell mitlesen. Hättest Du gefragt, was ich am meisten an mir schätze, wäre ein ellenlanger Aufsatz die Folge gewesen. Vielleicht dieses: Ich denke zuviel.

Einmal komplett durchdrehen – so gaaanz verrückt. Was würdest du tun?

Liegt mir nicht. Die Dinge, die ich tun will, tue ich bereits.

Welchen Star würdest Du gerne mal treffen?

Vicco von Bülow. Das wird aber nicht möglich sein, da es da zu terminlichen Konflikten kommen würde. Ich halte ansonsten nichts von „Stars“, aber vor Loriot hätte ich tatsächlich Ehrfurcht. Was für ein großartiger Mann. Ach, und vielleicht noch John Cleese. Traf auf Malta auf jemanden, der genau so aussah. Hatte es für ein Sekündchen geglaubt. Der steht ja nun wirklich für einen Nonsens-Humor, der eben kein Nonsens ist. Der hat einfach mal gemacht, was zeigt, dass man sich im Vorfeld nichts ausreden lassen sollte von Leuten, die in einem Angst-Korsett leben und sich Dinge nicht vorstellen können. Witz kann sehr einfach in seiner Herstellung sein.

Über was würdest Du gerne ein Buch schreiben?

Über mich.

Wie viele beste Freunde hast Du?

1.

Was liebst Du an Dir so richtig?

Ah, jetzt kommt ja doch noch diese Frage. Und ich hatte einen Aufsatz angekündigt! Der bleibt aber nun doch aus, weil ich es vermessen finde, mich selber über solche Aspekte zu äußern. Natürlich kann man mir Selbstverliebtheit unterstellen, da ich sie ja geradezu zelebriere, aber wie sooft ist die Wahrheit doch das Gegenteil, das Offensichtliche ein durchschaubarer Schutz. Deshalb muss ich innerlich schmunzeln, wenn man mir Selbstverliebtheit vorwirft. Sehr kurz gedacht.

Welcher ist Dein Lieblingsblog (gerne mit Verlinkung)?

Dieser hier. Es geht da um Selbstverliebtheit.


Von Alexandra Kloeckner mit ihrem Blog „Nichts Neues … im Südwesten“ kamen vor geraumer Zeit diese Fragen:

Kaffee oder Tee?

Kaffee.

Zu welcher Tageszeit verfasst Du Deine Blogbeiträge am liebsten? Und wo (Bahn, Bett)?

Wie auch in diesem Moment geschieht es morgens. Meist im Wohnzimmer am Rechner, oft aber auch in der Küche halbnackt nach dem Laufen am Laptop. Seltener am Wochenende im Bett. Einmal im Jahr im Flugzeug.

Du sollst an einem Hörbuch bzw. Hörspiel mitwirken. Welche Lektüre ist die Vorlage und was ist Deine Aufgabe?

Etwas komisches wäre die Vorlage, wobei ich, trotzdem ich Hörspiele höre, nichts Konkretes im Sinn hätte. Meine Aufgabe wäre das Sprechen einer Rolle, die sich permanent selbstüberschätzend überhöht, um in alltäglichen Situationen immer wieder tief zu fallen. Ah, und schon fällt mir eine konkrete Vorlage ein: der in Deutschland unterschätzte „Frasier“. Wobei, Bastian Pastewka macht es in seiner gleichnamigen Serie genau so. Ich schätze genau diesen Humor, bei dem der Protagonist am Ende als Vollidiot dasteht. Das färbt leider mitunter auf das Private ab bei mir, da man mir den Volltrottel leicht abnimmt. Ärgerlich.

„Liebe Deine Familie, Deine Freunde, Dich selbst …. aber nie Deinen Job“, las ich kürzlich. Wie siehst Du das?

Zumindest stimmt die Reihenfolge. Wer seinen Job liebt, wie ich meinen, hat immerhin eine Sorge weniger. Darüber hinaus sind Jobs nichts anderes als ein Mittel, um Einkommen zu generieren. Ich ertrage es kaum, wenn sich Menschen in ihrem Job selbst verwirklichen wollen. Geht’s noch? Dafür gibt es Hobbys. Job ist Job, daneben wird gelebt.

Zeit gilt als Luxus. Trotz zeitsparender Erfindungen (wie z. B. Wasch-/Spülmaschine und Auto) scheinen Hektik und Stress in unserer Gesellschaft an Bedeutung zu gewinnen. Hast Du eine Idee, woran das liegen könnte?

Ich glaube nicht, dass Hektik und Stress an Bedeutung gewinnen. Jede Generation empfindet dieses Phänomen. Unsere Großeltern belächeln uns, waren sie noch mit Lebensmittelmarken und teilweise unvollständigen Gliedmaßen unterwegs. Ich glaube, der Neanderthaler, ich kenne keinen, hatte mehr Stress im Überlebenskampf und im Mittelalter hätte ich auch ungern mein Dasein gefristet. Ich habe mit Menschen zu tun, die ihre Freizeit mit Hobbys derart zuscheißen, dass sie sich damit Stress machen. Ich bin Verfechter der Theorie, dass man sich unbedingt Zeit nehmen muss für Muße. Ich tue das und das ist ein optimaler Ausgleich. Es liegt an jedem selbst. Allerdings muss ich auch nicht unter Hartz IV-Bedingungen leben und ebenfalls nicht 18 Stunden pro Tag arbeiten. Dann wäre die Antwort vermutlich anders ausgefallen. Ich würde aber niemals einen Job annehmen, der extrem fürstlich bezahlt würde, mir aber keine Zeit mehr ließe für Ruhe. (Sollte jemand ein konkretes Angebot vortragen wollen, würde ich mir das noch einmal überlegen.)

Es ist Wochenende und Du hast die Wahl: Live-Konzert oder Kabarett?

Kabarett. Vorm Spiegel.

Überall heißt es, dass der Konsument genau das bekommt, was er möchte: billig hergestellte Kleidung, miserables TV-Programm, fragwürdige Lebensmittel, etc. Glaubst Du, dass wir als Verbraucher darüber entscheiden?

Ja. Niemand sollte sich beklagen. Übrigens bin ich vehement gegen diese pauschale Aussage, wir hätten in Deutschland miserables Fernsehprogramm. Mitnichten. Es ist eines der besten, auch wenn die Amerikaner uns mit ihren Serien derzeit scheinbar eines besseren belehren. Wir sehen ja auch nur das aus den USA, was gut ist; der Schrott bleibt ja in großen Teilen da. Wenn ich allein an die amerikanischen Nachrichten denke, würge ich. Ich empfehle, sich in der „Arte“-Mediathek umzutun, da wimmelt es von großartigen Reportagen. Privatfernsehen, das große, nicht mein Arbeit gebendes 😉 , lehne ich ab, da es die Frische der Achtzigerjahre, der Gründerjahre, nicht mehr hat. Mir fehlt Anarchismus, was ich nicht verstehe, denn der ist Erfolgsgarant.

Den Hype um Lebensmittelgesundheit verstehe ich ebenfalls nicht. Es gibt ganz klare Erkenntnisse darüber, dass Lebensmittel noch nie so sicher waren wie heute. Es ist ja nicht so, dass wir alle mit 40 sterben wegen ungesunder Lebensmittel. Auch steht überall drauf, was drin ist. Hier muss man natürlich informiert sein, wenn man das wissen will. Ich denke über das Essen nicht nach. Ich esse auch Tiefkühl-Schrott und erwarte nicht dabei, dass ich in dem Moment gesund esse. Die Gesellschaft spricht übertriebenen Ausmaßes über die Qualität der Lebensmittel, dass das nur zeigt, dass wir keine existenziellen Probleme (mehr) haben. Es ist wie beim Fernsehprogramm, es gibt ein vielfältiges Menü.

Du wirst in eine TV-Talkshow eingeladen. Welche Sendung ist es und wie lautet das Thema?

„Das ist Ihr Leben“ mit mir als Gast. Und als Moderator.

Was hilft Dir gegen deprimierende Gedanken oder schlechte Laune?

Das Wissen darum, dass es auch wieder anders kommt.

Was magst Du an Deutschland?

Dass dieses Land eine Geschichte überwunden hat, die so unfassbar grotesk und unvorstellbar ist. Darauf können wir schon stolz sein, ohne dabei zu vergessen, dass es derzeit wie aber schon immer Ausreißer gibt, die nerven und dumm sind. Und ich mag an Deutschland diese ganzen negativen Klischees über Deutsche, die wir uns selber immer wieder anlasten, sobald wir etwas als „typisch deutsch“ definieren. Da sind wir groß drin. Alles Negative wird direkt als „typisch deutsch“ gebrandmarkt. Positive Aspekte nehmen wir gar nicht wahr. Typisch deutsch. Sind wir wirklich immer schlecht gelaunt? Können wir wirklich nicht witzig sein? Reden andere Völker nicht auch oft über’s Wetter? Das übrigens finde ich derzeit erstaunlich gut, obwohl es gegen Abend doch recht frisch wird. Wird bestimmt ein milder Winter.


Hafensolo“ will unter anderem von mir Antworten auf diese Fragen:

Was war der letzte Film, den Du geschaut hast?

„Jurassic World“ bei „Amazon Prime“. Schwerer Fehler. Meine Erwartungen waren nicht groß, wurden dennoch enttäuscht. Dieser jüngere Bruder in dem Film hat mich von Beginn an wahnsinnig gemacht. Was für ein Kackfilm. Ich empfehle „Grand Budapest Hotel“ zum Ausgleich.

Wie oft putzt Du dir am Tag die Zähne?

Drei- bis viermal. Ich habe wahnsinnige Ansgt vor Mundgeruch.

Was bedeutet für Dich Freundschaft?

Vertrauen und Respekt. Und das ist schwiiiierig.

Welche Erwartung von Dir wurde schon einmal nicht erfüllt?

Vertrauen.

Zufall oder Schicksal?

Obwohl ich es besser weiß: Schicksal. Absolut. Schicksal ist meine Religion. Wenn man mir die Illusion nimmt, erschieße ich mich.

Warum wohnst Du in der Stadt, in der Du wohnst?

Der Job.

Wohin geht Deine nächste Reise?

Sizilien, wenn wir es nicht wieder verbaseln. „Verbaseln“. Albernes Wort. Lehne ich ab.

Wie groß sind Deine Füße?

Sie erreichen gerade so den Boden.

Meer oder Berge?

Meer. Ich schätze das Schwimmen unfassbar. Jedoch nur einmal im Jahr.

Welcher Musiktitel beschäftigt Dich gerade?

Merke mir Titel nie, es ist aber der zweite von dem einen Album der „Los Placebos“, die ich jüngst für mich entdeckte und die ich feiere. Ist eine Ska-Band aus dem Ruhrpott. Meine Mitbewohnerin wollte mich kürzlich mit einem Konzert derer überraschen. Leider kam ich im falschen Moment in ihr Zimmer. Männer wissen, warum es bei Browsern die „Panik-Taste“ gibt!

Was magst Du an meinem Blog?

Diesen Satz: „Vielleicht sollten Männer und Frauen einfach mal offen miteinander reden, dann könnte die Welt doch eigentlich so einfach sein …“


Es geht noch weiter. Anstrengend. „Elefantenwerke“ will ebenfalls Antworten.

Dein Lieblingslied – und warum das?

Es war irgendeines von R.E.M. Titel nicht gemerkt. Etwas sehr melancholisches. Achja, „End Of The World“.

Dein Lebensmotto?

„Wird schon.“

Würdest Du mehrere tausend Euro für ein Gemälde eines Künstlers ausgeben?

Auf keinen Fall. Es bleibt mir suspekt. Wobei natürlich der Wiederverkaufswert eine interessante Rolle spielen könnte …

Was ist für Dich der “schlimmste” Beruf, den es gibt?

Fernsehmoderator.

Gibt es ein Tier, vor dem Du Dich besonders ekelst?

Ja, es sind wohl die klassischen dicken, schwarzen Spinnen. Tierfreunde aufgepasst: Ich töte sie.

Welche drei Dinge würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Sonnencreme, da ich schnell einen Sonnenbrand bekomme. Ein Fertighaus, damit ich mir keine Hütte bauen muss, die eh nicht standhalten würde. Und eine Pistole, um mich zu erschießen, wenn ich mich versehentlich aussperre.

Hast Du einen Lieblingspromi? Und wenn ja, wieso den?

Siehe oben irgendwo, es ist Loriot.

Deine Lieblingssüßigkeit?

„Kinder Pingui“. Ein Genius, der sich das ausgedacht hat!

Mit welchen fünf Wörtern würdest Du Dich selber beschreiben?

Das müssen andere tun. Man liegt mit der Selbstwahrnehmung immer so dermaßen daneben, dass das nur peinlich werden kann.

Womit bereitest Du anderen gern eine Freude?

Mit meiner Anwesenheit.

Was macht für Dich einen Freund aus?

Respekt und Vertrauen.


Alter, es geht noch weiter. Im August ignorierte ich diese Fragen von „Ephemerer„:

Wann hast Du mit der Blogaktivität begonnen?

Am 2. Mai 2015.

Was war der Auslöser?

Ich schrieb schon immer gerne und hatte vor zehn Jahren schon einmal einen Blog, der aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit dahinsiechte. Was mich ganz ernsthaft freut, ist wenn mir Leute schreiben, dass sie das ein oder andere zum Lachen gebracht hat. Das ist, es wird pathetisch!, für mich unfassbar erfüllend.

Schreibst Du auch andere Sachen bzw. bist auf andere Art kreativ?

Ja.

Beim Erspähen welcher kulinarischen Köstlichkeit ist Dir das ggf. entstehende Hüftgold sowas von egal?

Es ist mir nie egal. Hüftgold gilt es für mich, im Ansatz zu verhindern.

Welches Bücher-Genre findet sich am häufigsten in Deinem Besitz (Hardcover, Paperback oder E-Pub)?

Abgesehen davon, dass wir Begriffe wie „Hardcover“ oder „Paperback“ nun wirklich nicht nötig haben, ziehe ich gebundene Ausgaben vor und lehne elektronische Bücher ab. Und siehe da, „E-Bücher“ sind auf dem Rückzug. Wer hätte das gedacht!

Was ist die Zielgruppe Deines Blogs?

Clever.

Gab es Momente, in denen Du das Schreiben hinschmeißen wolltest? Erläutere.

„Das Schreiben“. Das klingt immer so hochgestapelt. Ich würde nie sagen „Ich schreibe übrigens!“ Jeder schreibt. Das ist mir zu abgehoben. Große Literaten schreiben. Ich nicht. Bescheidenheit ist äußerst wichtig. Unbescheiden müssen die anderen in der Beurteilung meiner sein! (Oben schrieb ich allerdings „Ich schrieb schon immer gern.“ Aber was interessiert mich mein Geschwätz von oben?!)

Welche Musik geht aus Deiner Sicht gar nicht?

Alles, was für mein Empfinden auf Melodie verzichtet, höre ich nicht. Melancholisches lehne ich auch ab, so ästhetisch es ist, aber es würde mich umgehend runterziehen, dafür bin ich anfällig. Ich höre ausschließlich Ska in seinen Variationen, wofür meine Mitbewohnerin mich verachtet. Es nervt sie.

Was war ein schöner Moment in Deinem Blogger-Dasein?

Als ich merkte, dass mich Leute lesen. Und einer der größten war vorgestern, als mir die Idee kam, über einen Sterbenden zu schreiben, der einfach nicht ultimativ stirbt. Mich fasziniert diese Vorstellung, man liegt auf dem Sterbebett und plötzlich erstarkt man wieder. Kommt real vermutlich selten vor, ich kenne aber einen Fall. Das hat wirklich Komik. Wenn – in dem Fall war es eine Frau – die Sterbende plötzlich wieder auflebt und selber davon völlig überrumpelt ist. Haut mich um. War meine für mich (!) beste Idee und nebenbei erwähnt einer der auf Anhieb klickreichsten Artikel, was durchaus für mich Kriterium ist. Ich schreibe nämlich nicht nur für mich. Man kann über alles Witze machen, wenn man Stil dabei beweist. Humor enttarnt und entlastet. Warum nicht über den Tod witzeln? Er kommt so oder so und viel zu oft brachial tragisch und traurig. Todtraurig. Ich habe Angst vor Trauer. Sie wird eines Tages kommen.

Was stresst Dich ungemein?

Meine abendliche Parkplatzsuche, die derzeit aus unerfindlichen Gründen ausartet. Ich eskaliere im Auto. Ich raste unter Menschen nie aus, aber beim Parkplatzsuchen alleine im Auto brülle ich rum und es nutzt ja doch nichts. Allein gestern schon wieder …

Ab wann ist man aus Deiner Sicht ein erfolgreicher Blogger?

Wenn man den „Seppo Blog Award“ gewinnt.


Bloggen kostet Zeit, wie ich gerade feststelle. Ich bin durch. Besten Dank für Eure Fragen!

15 Kommentare

  1. „Hääärlisch!“, wie der handelsübliche Rheinländer zu sagen pflegt. Ich bin kein Rheinländer, schreibe es dennoch, weil ich mich gegen das in Duisburg gebäuchliche „Kraaass Alta!“ sträube.
    Aber zurück zu deinen Antworten: „Hääärlisch!“

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  2. Nun hast du mich erinnert, dass ich auch noch 1 – 2 oder sogar 3 solche Fragenkataloge seit Monaten vor mir herschiebe… aber ich werde deine Idee einfach aufgreifen und ohne das, was sonst Drumherum ist bei diesen Awards in einem Beitrag die Antworten schreiben. 😀

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  3. Mich würde die Geschichte von Sabrina (die mit der Ratte) sehr interessieren. Meinst Du, Du könntest das bei Gelegenheit möglich machen..?

    Du blogst erst seit Mai, und schon so viele Beiträge? Wahnsinn. Da sollte ich mir vielleicht mal ein Scheibchen abschneiden. 😉

    Liebe Grüße aus dem Norden
    Martina 🙃

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  4. Vielen lieben Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast und so genial und offen geantwortet hast 🙂

    Naja, bezahlen würde ich einen sechsstelligen Betrag nicht aber ich hätte viel Spaß mit dir, wenn du mein Kunde wärst. Da du aber auch nicht bezahlen möchtest, werde ich mich mit dem lesen deines Blogs vergnügen müssen. 😉

    Viel Spaß noch beim Schreiben, ich freue mich auf die nächsten Beiträge.

    Gruß, Julia

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  5. Darüber hinaus sind Jobs nichts anderes als ein Mittel, um Einkommen zu generieren. Ich ertrage es kaum, wenn sich Menschen in ihrem Job selbst verwirklichen wollen.

    Hmmmm….*grübel*…ein interessanter Aspekt.

    Warum ist es in unserer Gesellschaft so tief verankert, daß ein Job ausschließlich Einkommen generieren soll?

    Ich meine, 8 Stunden Schlaf, 8 Stunden Arbeit, 2 Stunden hin-und-her-fahren, da sind schon 18 von 24 Stunden weg. Da hat man noch keinen Einkauf, nicht gekocht, die Bude nicht in Ordnung gehalten, die Wäsche nicht gewaschen und aufgehängt ist die auch nicht. Nicht jeder hat Mitbewohner (egal welchen Geschlechts) 😉

    Wo ist da noch Leben?

    Sollte nicht Arbeit – so sie denn Arbeit ist und kein „Job“ – idealerweise Teil des Lebens sein?
    Es möglicherweise erweitern und verbessern?
    Das ist ja bei manchen Leuten sogar der Fall, aber bei den allermeisten der 42 Millionen Arbeitnehmer Deutschlands habe ich da nicht den Eindruck.

    Warum gehen Menschen Tätigkeiten nach, die sie gerne und mit Herz machen, die von uns dann als „ist ja bloß’n Hobby“ einfach beiseite gewischt werden? Da läuft doch was falsch?

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