audio Wenn Männer einkaufen

einkaufszettel

Hallo, Herr Neumann. Wir haben die Zeit.

Die Kulturtechnik des Einkaufes von den Dingen, die das alltägliche Leben überhaupt erst möglich machen (Nahrung) liegt den Frauen mehr als dem Mann.

Ich Sexist.

Okay, sie liegt ihnen mehr als mireinem Mann.

Nun sind mir die Grundzüge eines Einkaufsvorganges natürlich vertraut, denn auch ich lebte, bevor meine Mitbewohnerin sich jüngst auf eine wochenlange Reise begab und mich allein und hilflos zurückließ (Ich pflege hier nur ein Klischee, an dem gerade Frauen großen Spaß haben!), viele Jahre alleine und vor allem autark. Ich kann das. Ich sterbe nicht sofort.

Zudem habe ich während meiner Studienzeit, dich mich zu einem Überqualifizierten für vieles gemacht hat, in einem Supermarkt die Regale eingeräumt. Als Angestellter. Nicht einfach so als Kunde. Ich war zuständig für „Maggi“ und „Knorr“, beides Marken, die Geld dafür bezahlen, dass sie rechts und nicht links im Regal zu finden sind. Maggi hat immer die Nase vorn.

Also, ich kenne mich aus in Supermärkten und bin – warum auch immer – großer Freund der Supermarkt-Psychologie. Warum man stets gegen den Uhrzeigersinn durch den Laden laufen muss, warum Obst und Gemüse einen schon zu Beginn des Rundganges belästigen und so weiter … Fasziniert mich, wie man dort manipuliert wird.

Und dieses sich Manipulieren lassen ist im Laufe der Jahre der Job meiner Mitbewohnerin geworden, ich besuche den Supermarkt nur noch für den Erwerb von Wein oder Zahnpasta.

Nun habe ich von verschiedenen Seiten erfahren, dass viele Frauen ihren Männern für die Zeit ihrer Abstinenz Lebensmittel auf Vorrat einkaufen, damit sie über die Runden kommen. Warum ist das so? Warum gilt der Mann als hilflos, sobald er mal einige Tage alleine ist? Natürlich ist auch das nur ein Klischee, aber warum haben gerade Frauen (ich aber auch) soviel Freude daran, sich darüber zu belustigen? Die Frage meine ich völlig ernst und nicht rhetorisch oder suggestiv.

Freuen sie sich insgeheim darüber, dass das vermeintlich starke Geschlecht plötzlich an den alltäglichsten Dingen zu scheitern droht? Oder ist das ihr Mutterinstinkt? Auch das frage ich ergebnisoffen, ich unterstelle es nicht. Und natürlich, die meisten Männer werden sehr wahrscheinlich nicht zu Grabe getragen, weil die Frau für ein paar Wochen mal auswärts leben war.

Bei meiner Mitbewohnerin und mir mischen sich die Klischees. Sobald sie nur wenige Tage der Wohnung abstinent ist, bricht hier die Ordnung aus, schon nach drei Tagen habe ich 99,9 Prozent aller Bakterien vernichtet, verschiedene Dinge wieder an ihren Platz geräumt, verschollen geglaubte Gegenstände wiedergefunden und die Wohnung nebenbei noch umdekoriert. Sie wird Augen machen, was ich aus ihrem Arbeitszimmer bereits gezaubert habe!

Nur dieses Einkaufen. Das war mir heute irgendwie fremd. Denn heute, am Tag zwei meines Strohwitwertums gingen mir wichtige Dinge aus. Denn selbstredend hat sie nicht vorgesorgt, denn bemuttern lassen will ich mich von ihr freilich nicht!

Nun habe ich mir den Tipp geben lassen, mir einen Einkaufszettel anzufertigen. Dieses Wissen möchte ich gerne an Männer in ähnlicher Situation weitergeben. Der Trick ist der, dass man die Dinge, die plötzlich weg, weil aufgegessen, sind, aufschreibt. Der Fachmann spricht von Notieren. Man macht eine Notiz. Und da ich in Notizen kein Novize bin, fiel mir das relativ leicht. Ein weiterer Trick ist der, dass man die fehlenden Dinge umgehend notiert, also sobald man sie vermisst. Doch Obacht! Wartet man zu lange, bildet sich aus dem Nichts heraus eine ellenlange Liste von fehlenden Dingen. Je mehr fehlt, desto mehr muss man einkaufen. Und das wird beim Transport ein entscheidender Punkt, dazu später mehr.

Nachdem ich mich mit den Öffnungszeiten eines Einkaufs-Etablissements vertraut gemacht habe (Sie haben ja gar keine Mittagspausen mehr!!!!), besuchte ich wie Loriot in seiner besten Rolle ein Geschäft, das „Kaiser’s“ heißt und Teil einer Übernahme geworden ist, die so nicht hätte genehmigt werden dürfen. Wurde sie aber, durch Ministererlaubnis. Für die de facto kein Grund vorlag. Aber gut, sehen wir sehenden Auges zu, wie sich alles in Richtung Monopol entwickelt. Ignorieren wir die Vorteile des Wettbewerbs. Ist ja nur ein schleichender Prozess, mit dessen Folgen sich dann die AfD-Regierung auseinander setzen kann …

„Mein Name ist Flotho, ich kaufe hier ein!“, betrete ich also den Supermarkt und stelle fest, dass die anderen Kunden alle um etwa 40 Jahre älter sind als ich.

„Ist das hier ein Senioren-Supermarkt?“, frage ich sehr ernsthaft, aber mich hört niemand. Oder will niemand hören.

Aus dem Butter-Milch-Gang nähert sich der Sicherheitsdienst.

„Sind Se betrunken?“, fragt man mich.

„Nein. Mein Name ist Flotho, ich kaufe hier ein.“, erkläre ich und zeige als Ausweisdokument meinen Einkaufszettel vor: „Das sind Notizen von fehlenden Dingen, die es hier wohl im Überfluss gibt.“

Da ich keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstelle, lässt man mich mit dem Einkaufsvorgang beginnen. Zielstrebig lasse ich Obst und Gemüse hinter mir und bewege mich zur Tiefkühltruhe. Die stehen immer in Kassennähe, damit man die entsprechenden Güter (Pizza) erst am Ende der Kühlkette entreißt, damit sie eben nicht auftauen, während man noch „Sidol Küchenkraft“ sucht. Auf das Zeug schwöre ich. Zudem brauche ich Glasreiniger, da ich wieder vor einem Fensterputzmarathon stehe. Nun sagt Großmutter, man solle für Fenster eben nicht Glasreiniger benutzen, doch Großmutter ist tot, streifenfreie Fenster nicht mehr ihr drängendstes Problem.

Herr Hundertmark, Sie auch?!

Als ich mehr Waren trage, als ich tragen konnte, weiß ich, warum die anderen Kunden einen Wagen vor sich herschieben.

„Wo gibt es diese Roll-Gestelle?“, rufe ich in den Gang mit dem Katzenstreu, das ich für grobkörniges Salz halte.

Niemand hört mich. Ich bin zu einem Nichts zusammengeschrumpft, sehe dann aber eine Anhäufung dieser Einkaufswagen. Jedoch gelingt es mir nicht, nur einen zu nehmen, sondern gleich zehn aneinandergekettete. Davon lasse ich mich aber nicht irritieren, da ich den Anschein von Souveränität bewahren will, sehe aber ein, dass mit 40 Rollen schwer zu navigieren ist.

An der Kasse stehe ich vor einer Herkules-Aufgabe. Nachdem ich all die Dinge, die mir zuhause fehlen, auf ein Fließband gelegt habe, frage ich mich, ob es nicht mehr Sinn ergeben würde, das Fließband würde bis zu mir nach Hause in die Küche reichen. Ist es wohl kaputt?! Wie bekomme ich das Zeug nun nach Hause?

Eine Dame vor mir macht es vor: Sie nimmt sich Tüten aus Plastik aus einem Fach unter dem Fließband und legt sie mit darauf. Offenbar kosten diese Tüten Geld. Dann, während die ihr fehlenden Dinge von der Kassiererin berührt wurden, friemelt die Dame an den Tüten herum. Sie sucht offenbar den Eingang. Ha! Das soll mir nicht passieren, ich greife also zu drei Tüten und friemel schon vorab nach dem Eingang und freue mich über meine zeiteffiziente Nutzung der mir zur Verfügung stehenden Cait.

Erst nach dem Bezahlvorgang stelle ich fest, dass ich mich in Bezug auf das Tüten-Waren-Verhältnis mächtig verkalkuliert habe. Ich bräuchte fünf und nicht drei Tüten, stopfe aber, weil mir ungeduldige Kundinnen folgen, hektisch alles irgendwie in meine drei Tüten. Und nur eine reißt auf dem Heimweg!

Beim Aufsammeln der Waren frage ich mich, warum ich Katzenstreu gekauft habe und suche mein grobkörniges Salz. Habe ich offenbar vergessen.

Wieder zuhause räume ich die fehlenden Dinge, die ja jetzt nicht mehr fehlen, an die ihnen zugewiesenen Plätze und habe das Gefühl, heute etwas geschafft zu haben. Ich habe eingekauft.

 

Hoerbar_haare


Folgt mir gerne auf meiner Facebook-Seite, die nichts anderes ist als ein riesiger Einkaufszettel!

44 Kommentare

  1. Beim Lebensmitteleinkauf durch den Mann handelt es sich um eine komplexe Variante der Aufgabenerfüllung durch Abhängige bzw. der Delegation an Untergebene. Die souveräne Vorgesetzte kann beruhigt verreisen, da das eigenständige Erarbeiten der Lösung der Problemstellung „fehlende Gegnstände“ vom ebenso souveränen Mitbewohner verlässlich bewerkstelligt werden kann. Eventuelle Abweichungen vom optimalen Lösungsweg sind dabei für einen guten Lernerfolg unerlässlich.

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  2. köstlich zu lesen! Du hast mich wirklich zum lachen gebracht, was der Tage selten ist! Danke dafür!

    Zum Thema „vorsorgen für den Mann, wenn man weg ist“: Ich hab das gemacht, weil meine faule Socke in der Zeit nicht für sich gekocht hat, und lieber hungrig ins Bett ist, als noch was zu brutzeln, oder gar einkaufen zu gehen. Das hasst er übrigends. Sein Traum wäre es gewesen: Pro Tag eine Pille einwerfen und dann satt sein bis zum nächsten Pillenfuttern, obwohl er gutes Essen liebt. Seit ich ausgezogen bin, hat er ziemlich abgenommen.

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  3. Ein schöner Beitrag 🙂 bei uns ist es immer so, dass der männliche und einzige männliche Mitbewohner spätestens das erste, aber nicht einzige Mal beim Einkaufen anruft, wenn er den Markt betreten hat. Schließlich ist die Auswahl so riesig, dass er sich einfach nicht zwischen den verschiedenen Milchtüten entscheiden kann. „Kaufst Du die nach Packungsdesign ein?“ – ernsthaft.

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  4. „Mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein!“ Weiterhin einer der schönsten Sätze der Filmgeschichte! 😉

    Dass Frauen vor ihrer Abwesenheit für die dazugehörigen Männer auf Vorrat kaufen, liegt meines Erachtens in ihrer Fürsorge und Weitsicht begründet!

    Fürsorge, weil sie wissen, dass ihre sich Männer aus reiner Bequemlichkeit wahrscheinlich lieber tagelang von „Resten“ ernähren, anstatt einmal einzukaufen. Ich kenne solche Exemplare!

    Und Weitsicht, weil sie wissen, dass sie für telefonische Rückfragen bezüglich des Einkaufs in der nächsten Zeit nicht zur Verfügung stehen (wollen). Ich begegne in Geschäften nämlich tatsächlich immer wieder Männern, die aus lauter Verzweiflung zu Hause anrufen und fragen: „Hallo, Schatz! Sag mal: Wie hieß das noch, was ich einkaufen sollte? Wie…? Ach, Brot! Ja, richtig, Brot, das war es!“

    😉

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  5. Oh mein Gott! Das passiert also, wenn ich meinen Mann alleine lasse? Sträflich dem Irrsinn aussetze?
    Ich schäme mich…….. bislang hat er überlebt, ich wundere mich allerdings öfters über Dinge, die er für nötig hielt….. ähnlich der Situation mit der Katzenstreu…..
    Zwei Möglichkeiten: behutsam Nachhilfe in Sachen Einkaufen geben….oder Fresse halten, hat bisher auch überlebt… öööööööhm, zweite Möglichkeit!
    In diesem Sinne…..

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  6. Am besten organisierst du deinen Einkaufszettel, wie die Gänge des Marktes aufgestellt sind, dann gibt es auch keinen Zickzacklauf im Markt. (Dazu musst du den Markt des Vertrauens natürlich kennen).
    Männeken scheinen dabei wirklich etwas unorganisiert zu sein.

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      • Ich hasse es, wenn sie umräumen! Die machen das auch nur, um Kunden wie mich persönlich zu ärgern, da bin ich ganz sicher. Ich verstehe, dass die nicht mit meinem Ziel Supermarkt-so-schnell-wie-möglich-wieder-verlassen übereinstimmen. Aber sie tun sich keinen Gefallen damit, wenn ich genervt bin, weil die Nudeln jetzt so stehen, dass ich zwangsläufig am Ende des Einkaufs, nach der Tiefkühltruhe, immer noch die Position Nudeln offen habe und nochmal durch den halben Laden muss, weil man seit dem letzten Umbau einfach nicht mehr daran vorbeikommt. Deswegen mag ich Discounter, die sind da wenigstens etwas verlässlicher. Am liebsten linksdrehend im genormten Baukasten-Häuschen.

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  7. Umräumen ist tatsächlich die Pest. Ich bin nach Betreten des Ladens auch immer mordsgenervt und würde am liebsten wieder umdrehen, wenn ich feststelle, dass mal wieder umgeräumt wurde.
    Ich will effizient einkaufen können. Irgendwas zusätzlich zum geplanten (oder spontanen) Einkauf landet auch bei der Methode oftmals im Korb. Und ich genieße das Gerenne nunmal nicht. Argh 😀

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  8. Ach… Und was das „vorauskaufen“ angeht.
    Ich kenne dazu zwei Begründungen, jeweils nicht meine, meine gleichwertigen Hälften konnten sowas prima alleine.
    Begründung 1: er hat so wenig Zeit, kommt ja erst so spät nach Hause… Außerdem hat er so schon was, was er abends auf die schnelle kochen (also in den Backofen schieben) kann, es sei denn, du kommst mal und machst ihm was. [meine Mutter…. Papn gibt freiwillig zu, dass er maximal ein Spiegelei zu Stande bringt und danach wirds eng. Pizza geht ja auch…Ansonsten lebt er lieber 2 Wochen von nur Brot :D].
    Begründung zwei: bevor er das falsche kauft…..

    Extreme Beispiele (z.b meine Chefin) neigen zusätzlich dazu ihrem Mann das Essen auch noch vorzukochen und einzufrieren, damit der „arme“ Mann nicht verhungert.

    Was deine Frage angeht: ich glaube bei vielen ist es die Genugtuung, wenn Mann sieht, dass es eben nicht nur „das bisschen Haushalt“ ist, dass Mann (zumindest früher) ja gerne abwertete. Ich glaube (oder hoffe?!) aber, dass das eigentlich abnehmen dürfte, in den meisten Beziehungen dürfte kochen/Haushalt führen dann doch mittlerweile ausgeglichen sein, zumindest in der Generation U40.

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  9. Ganz einfach, Seppo: Manche Männer sind in Bezug aufs Essen einfach tatsächlich total hilflos. Und wenn man solch einen Mann liebt, lässt man ihn nicht verhungern …
    Was allerdings nicht heißt, dass man sich nicht über Männer, die vorm vollen Kühlschrank verhungern, lustig machen dürfte. So, weisse Bescheid?

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  10. Mich manipuliert nicht der Supermarkt, sondern meine Frau: als ich von meinem heutigen Beutezug (meine Frau war arbeiten, ich habe die Woche nur Urlaub) zurückkehrte, stellte ich erschrocken fest, dass ich mehr Obst & Gemüse als Tiefkühlkost gekauft hatte. Tatsächlich war überhaupt keine Tiefkühlkost dabei. Ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass ich meine Identität nicht ganz veloren habe: ich habe auch noch ein Rindersteak mitgenommen 🙂

    Schön geschrieben, auch sehr angenehm, dass man sich das alles während dem Einkaufszettelschreiben auch noch anhören kann!

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  11. Wunderbar… ich habe noch eine Träne im Auge!
    Also, *aushol*….: eingeräumt habe ich auch schon im Supermarkt, schlechte Ware aussortiert… es dann aber gelassen, weil es nicht prickelte. Wie dem auch sei, ich freue mich nicht, dass mein „Freund“, alles fallen lässt, sobald ich mal länger weg bin. Wer sich dabei gehen lässt, macht doch nur mehr Probleme, aber meiner isst dann immer meine Sachen auf, alle die es da gibt weil zu faul zum Einkaufen oder schlicht zu müde. Wie gesagt, dazu gehört auch das Nutzen des Shampoos, Duschgels, etc. Sogar meine Haarspülung musste mal dran glauben, sie war sauteuer aber er braucht die gar nicht weil sein Haar nicht soo bedürftig ist wie meins! Schlimm! Jedesmal wieder Streßgespräche, Lernergebnis gleich null… ich weiß nicht was ich falsch gemacht habe.
    Mit der Nase reinstupfen bringt wohl auch nichts… lol… Wir hatten schonmal einen Mordsstreit, weil ich nichts mehr gefunden habe als ich wiederkam, und Sachen weggeworfen waren die mir wichtig waren und Sachen an Stellen, die ich nicht mochte. Aber is nich meine Wohnung also Auge zugedrückt.
    Auf einen Zettel schreiben ist auch kein Allheilmittel, nur mal so gesagt. Ich habe das mal gemacht und abgelesen während ich im Laden war und mindestens 99% vergessen. Den Tag werde ich niemals vergessen! Hahaa.
    Ich habe im Übrigen den Tick, mindestens eine Sache IMMER zu vergessen. Da hilft nichts.
    Heute sah ich beim Einkaufen einen schönen Mann an der Kasse und dachte sowas anorexisches: Ja, auch schöne Menschen müssen essen, äh, auch schöne Männer müssen essen. Jajaja.
    Man kauft übrigens ja auch manchmal Fahrscheine, nicht? Heute wäre ich fast umsonst nach Haus gekommen, aber blöderweise funktionierte dann doch der „Drucker“, und wir wurden alle wieder nach vorne gerufen, falls wir doch eine Fahrkarte wollten. Man ist dann doch eingeknickt, weil wenn einer dann alle, mist, aber ein Schaffner kam eh nicht. Sowas blödes. Ich schaute noch auf meine Einkäufe und dachte, bingo. Richtigen Tag zum Einkaufen gewählt, aber nix. Das Schicksal is gemain.

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  12. Eieiei, bei mir läuft wohl was falsch. Ich fühle mich eher so wie die Männer, über die sich hier amüsiert wird.
    Bei uns wäre ich diejenige, die sich bei Abwesenheit des Mannes, der dann vorübergehend nicht in unserer Wohnung lebte, hauptsächlich von Lieferdiensten, Tiefkühlkost und Obst, das man nicht noch zubereiten muss, ernähren würde.
    Wobei wir das beide könnten, denn für sich allein kochen ist häufig witzlos. Es sei denn, es gibt Clown.
    Finde es lustig, wie du – augenzwinkernd – darüber schreibst. Triffst da offensichtlich auch voll ins Schwarze. Ich stelle mir etliche heftig nickende Frauen vor ihren Bildschirmen vor.
    Ich falle jetzt aber mal sämtlichen Klischees in den Rücken und behaupte, dass Männer tatsächlich nicht unfähig sind, einzukaufen, sondern vielmehr andere Prioritäten setzen. Was wohl auch den jeweiligen Gewohnheiten geschuldet sein könnte. Ich habe keinen Überblick darüber, wann wir neue Küchenschwämme brauchen. Und welche überhaupt. Und in welchem Regal im Laden die wohl zu finden sind. Ich wäre so hilflos allein…

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    • Dann muss ich mich auch mal als Mann melden, der in dieses Klischee ebenfalls überhaupt nicht erfüllt, und somit ist das Universum auch wieder ausgeglichen.

      Es mag daran liegen, dass mir schon von klein auf sehr viele Dinge gefehlt haben, und ich diese überraschenderweise in den Süßigkeiten- und Zeitschriftenregalen unseres damals zwei Minuten entfernten Supermarktes vorfand. Auch vor der Schule wurde immer kräftig bei „Alma“ eingekauft. Und auch wenn es in meinem Heimatdorf heute weder den Tante-Emma-Laden noch den Supermarkt noch gibt, fehlten mir weiterhin viele, viele Dinge. Auch heute ist es ein täglicher Kampf, alle diese noch fehlenden Dinge zu besorgen. Mit dem Internet ist das natürlich einfacher geworden.

      Das neue Doom fehlt mir z.B. immer noch, aber da liege ich auf der Lauer. Wie ein Geier. Oder so.

      Was den Supermarkt angeht, würde mich die Sache mit dem Uhrzeigersinn interessieren. Bzw. gegen den Uhrzeigersinn. Mir geht es nämlich tatsächlich gegen den Strich wenn ich in den anderen Netto komme, der irgendwie spiegelverkehrt als unserer ist – obwohl ich bei Twilight Princess HD (das auf dem Gamecube-Original mit Linkshänder-Link basiert) überhaupt kein Problem habe (ok, anfangs bin ich immer in den Wald gelaufen, als ich ins Dorf wollte – und sehr viel weiter kam ich damals auf der Wii nicht…). Es gibt immer mal wieder solche Supermärkte und ich komme mit denen nicht klar. Im Globus ist es dagegen egal. Hoch, gegen den Uhrzeigersinn, runter im Uhrzeigersinn. Oder kreuz und quer durch und ja nicht den Typen vergessen, der immer lecker kocht. Probiert die Rumpsteakstückchen bei dem!

      Der andere Netto hat anderes Wasser und meine Frau meint, Natriumarm wäre besser.

      Ansonsten kann man mich eigentlich gar nicht manipulieren. Oder besser gesagt: Man muss nicht. Ich finde Süßigkeiten, egal wo sie stehen. Aber ich schaue auf den Preis pro 100g, etc. Ich schaue noch nach best bang for the buck. Gemüse kaufe ich ohnehin nur das, was ich esse (das ist nicht gerade viel, aber überraschenderweise oft das, was andere Familienmitglieder nicht essen) oder was mir aufgeschrieben wurde.

      Verhungern werde ich nicht. Für Essen bezwinge ich Berge. Essen ist mir verdammt noch mal wichtig und ich bin verdammt noch mal froh, dass ich es heute rechtzeitig in die Kantine geschafft habe um vor meiner Spätschicht noch ein Rumpsteak mit Prinzessbohnen und Pommes zu bekommen. Und ich finde, wer gut essen möchte, der sollte auch kochen können.

      Mir tun die armen, hilflosen Geschlechtsgenossen ja leid. Aber schaut ruhig weiter Fußball, wenn eure Frauen weg sind. Das Essen vernichte ich.

      Krawehl, krawehl!

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  13. Bestimmt gibt es auch Einkaufskurse. … 😉
    Aber ich glaube sogar, das mit den Prioritäten stimmt.Da flackern so Bilder aus der Vergangenheit auf, als noch gemeinsam geshoppt wurde. Ich sehe schon, Du bist eh nicht so. Aber grundsätzlich … Ich glaube, dass bei Dir noch der Nestbautrieb funktioniert und daher bist Du noch in einer milden „Einkaufsphase“, am Ende wird das eh relativ, (hoffe nicht dass das Ende für Euch kommt), also ich kenne demnach beide Phasen und das gleicht sich gerade also nicht. Aber sind eigentlich drei: die Phase wo man noch allein einkauft, die Phase, wo schließlich der gemeinsame Streß beim Einkaufen hingenommen wird, und die dritte Phase, wo sich wieder alles auseinandereinkauft. Haha, letztens eine Szene beim Schuhkauf: Sie: Sag mal, soll ich jetzt diese oder diese Schuhe kaufen, Er: grumpff… Sie: ach, Du sagst ja jetzt nichts.. Er: ja, nimm die Schuhe, Sie: also welche jetzt? Er: grumppf… ja, die blauen, Sie: ach, das sagst Du jetzt nur, damit wir hier rauskommen. Oder anderes Beispiel: Paar geht Richtung Real: Er: das wird jetzt aber kein Massenvorratseinkauf! Sie: hmm…
    Also, der Egoismus passiert wohl eher am Ende. Du bist nicht egoistisch, höchstens allein und von der jeweiligen Situationsveränderung verwundert. Oder so. Richtig?
    Letztlich, kann einem als Frau ja auch egal sein, ob der Mann in der Abwesenheit dieses oder jenes isst, wird schon! Und tatsächlich kam der Mann wohl auch klar, bevor frau ihn kannte, da wird es schon nicht so schlimm sein. Dafür ist das ja manchmal gut, sich loszulassen, damit jeder sehen kann, man ist noch ein Individuum. Ich mein ja nur.

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  14. Erinnert mich an den netten Herren, dem ich vor ein paar Jahren zeigen durfte, wie man eines dieser Rollgestelle aus den anderen Rollgestellen mittels einer eingeführten Münze oder vorgefertigtem Plastikscheibchen bekommt. 🙂

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  15. Hat dies auf Dr.Mama.Arbeitstier. rebloggt und kommentierte:
    Der liebe Alltag. So einfach, wie man glaubt, ist es dann manchmal – o der eher Mann-Mal – diesen zu bewältigen. Kenn ich auch. Und zwar gleich mit zwei Penissen. Die hab ich beim Einkaufen nämlich meistens im Schlepptau. K1 und K2. Auch sie haben schon Bekanntschaft mit hilfreichen Security-Menschen gemacht. Damals, als sie so gerne Einkaufwagen-Klettern spielen wollten. Oder auch, als sie herausgefunden haben, dass es so lustig laut schrill piepst, wenn man durch die lustige Tür mit dem roten Kreis und dem weißen Balken geht. Immer und immer wieder. Zum Glück gibt’s im Supermarkt dieses rettende Elysium: die Wein- und Bierabteilung. Mit dem Versprechen auf einen nervenberuhigten Abend. So, aber jetzt genug. Ich geh jetzt EINKAUFEN.

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  16. hahaha! eine karikatur des klischees, männer könnten nicht einkaufen. aber hinter jedem klischee steckt mindestens eine erfahrung, die es bestätigt: „hey, hast du mir meine coke mitgebracht?“ – „oh fuck, nein, hab ich vergessen. aber guck mal: im rewe gibts grad fidget-spinner“ – „toll.“

    nein, spaß. ich glaube an euch männer. ihr könnt alles, was frauen auch können. lasst euch nicht unterkriegen…

    … 😀

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