Seppo bei/auf der DreamHack

leipzigunterwegs
CumScreenshot mit leichten Modifikationen meinerseits von www.dreamhack-leipzig.de.

Für meinen Arbeitgeber weile ich ab heute bis zum kommenden Montag exklusive, also kommenden Sonntag inklusive, in Leipzig, der größten Stadt im Raum Leipzig und der zehntgrößten im Raum Deutschland. Dieser und hoffentlich weitere Artikel dazu entstehen unabhängig meines Arbeitgebers und geben lediglich meine Meinung wieder. Aber ich kann beruhigen, ich habe nie eine eigene Meinung. 

Die DreamHack ist im Grunde ein Festival des Gamings, wobei eSports-Turniere im Vordergrund stehen. In einer Art riesen Darkroom findet dabei Deutschlands größte LAN-Party statt, während Stars und Sternchen aus der eSports-Community zugegen sind, die mir die Hand schütteln wollen. Glaube ich. Infos findet Ihr nicht nur bei Wikipedia, wo ich gerade geklaut (aber umformuliert und damit auf der sicheren Seite) habe, sondern auch unter www.dreamhack-leipzig.de!

Es wird hier im Grunde nicht um die DreamHack gehen, sondern: um mich. Alles andere würde den Statuten des seppologs natürlich widersprechen. Der Leser darf also beruhigt sein. Dabei fällt mir ein, dass ich gestern eine Anfrage zum Verfassen von Kurzgeschichten bekommen habe. Eine Bedingung gebe es aber:

“ [Kurzgeschichten] in denen es nicht um Dich geht …“

Ich habe nicht abgelehnt, ahne aber, dass mich das vor große Herausforderungen stellt. Denn meine erste Frage war: Um was soll es denn dann gehen?!

Da ich „von unterwegs“ schreibe, bitte ich darum, über kleinere Fehler auch in der Darstellung der Artikel hinwegzusehen, da ich das hier alles via Handy mache, was mir Anstrengung und dem Leser große Bewunderung abverlangt. Auch meiner Lektorin gebe ich frei, da ich nicht die Zeit haben werde, Korrekturen auszuführen. KM, bleib tapfer.

11.01.17 – Tag 1

09.00 Uhr

Ich bin in größtmöglicher beziehungsweise großmöglichster Eyle, da ich gleich an der hiesigen „Shell“-Tankstelle abgeholt werde. Jene Tankstelle ist mir sehr vertraut, da ich dort mehr als einmal nach Abenden in der Altstadt eingekehrt bin, um mich mit „Bifi“ einzudecken. Bifi als Vermögensanlage ist übrigens maßlos überschätzt. Eine Liste zeigt mir gerade, was ich noch einpacken muss. Ladekabel, Powerbank, Handy. Ganz wichtig, da andernfalls dieser Artikel nie online gehen wird.

Ich bin ja Heimscheißer. Aus diesem Grunde habe ich mich in den zurückliegenden fünf Tagen ausschließlich mit Abführmitteln ernährt. In mir ist somit nichts mehr und das muss die kommenden fünf Tage auch so bleiben. Eine Infusion mündet in meinen Handrücken, da ich lediglich eine Kochsalzlösung zu mir nehmen werde.

Meine Mitbewohnerin sagte mir heute Morgen, ich müsse vorsichtiger sein mit den Dingen, die ich hier so schreibe, da man mir manches durchaus zutrauen und glauben würde. Sie warnte:

„Die Sache mit dem Kleidergeld gestern, das haben Dir manche abgenommen!“

„Ja gut, aber das sind dann Kollateralschäden für mich.“

Und das gilt auch für diese heitere Serie, für die ich vermutlich gar keine Cait finden werde. Ich muss mich nun schleunigst sauber machen, da ich kurz vor der Abholung stehe. Weiter geht es dann aus dem Automobil. Wir testen auf diesem Wege übrigens ein autonom selbstfahrendes Auto. Daher können wir uns fürstlich betrinken, da wir der Technik absolut vertrauen. Wird schon.

12.35 Uhr

Wir sitzen nun zu dritt im Auto, sind schon eine Kurzweile unterwegs, nachdem unser vierter Mann seinen Kulturbeutel vergessen hatte. Wir standen vor der Frage: Nochmal zurück? Wir entschieden uns, auf den Beutel samt Kollegen zu verzichten, da ich ohnehin für zwei arbeite. Vermutlich würde der eine oder andere Kollege darüber lachen, läse er diese Zeilen, die während „Killing me softly“ entstehen. Mit dem Lied übrigens verbinde ich eine veflossene und vor allem einseitige Jugendliebe. Diese Schlampe …

Das Wetter ist kein Wetter zum Autofahren. Da es sich wider Erwarten nicht um ein autonomes Vehikel handelt, gelingt mir gerade die Kunst, während des Steuerns, dieses zu Display zu bringen. Sehen kann ich witterungsbedingt jenseits der Windschutzscheibe ohnehin nichts, ich fahre nach Gefühl. Klappt bislang ganz gut, aber es rumpelt ein bisschen. Möglicherweise von der Autobahn angekommen. Aber auch via Feldweg gelangt man vermutlich nach Leipzig.

Derweil meldet sich Team 2, das aus Köln gestartet ist. Es ist uns voraus, irgendwo im Sauerland, während wir uns offenbar in einem Funkloch befinden, da der telefonierende Kollege nur noch

„Hallo?! … Hallo?!“

ruft. Man möchte meinen, die mobile Telefonie sei endlich so weit, dass sie ohne die üblichen Hallohallo-Rufe auskomme. Denn ich fürchte, dass man auch für die Telefonie-Dauer innerhalb eines Funkloches zahlt, obwohl der Kommunikationsgehalt innerhalb einer Funkdelle gleich null ist.

Unmittelbar vor meinem Auge sehe ich gerade einen Baum. Ein an der Stirn blutender Beifahrer bittet um Pflaster, ich muss an dieser Stelle also einen Schnitt machen.

So Gott will, finde ich weiters die Zeit, diesen Trip weiter zu dokumentieren.

Noch eine interne Mitteilung an meine Mitbewohnerin: Ich musste leider unsere Zahnpasta mitnehmen. Meine kleine Reisetube war nicht auffindbar. Du musst also heute leider eine neue kaufen. Das Auto habe ich ins Wohnzimmer gestellt, nicht stolpern!


Wenn die Zeit es zulässt, werde ich kleinere Videos posten auf meiner Facebook-Seite!

10 Kommentare

  1. […] Vor geringraumer Zeit kam ich in die Gelegenheit, bei „McDonald’s“ eine Art Frühstück einzunehmen, da es sonntagsbedingt an Alternativen mangelte und ich bei der Messe Leipzig unabdingbar war, wo ich als Angestellter tätig war. Ich möchte fast sagen, ohne mich lief da nichts, was – falls es Kollegen lesen sollten – freilich hochironisch gemeint ist. Ich fürchte fast, nicht selten im Weg gestanden zu haben; das aber mit einer bewundernswerten Standfestigkeit. Das seppolog berichtete. […]

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