Schulz macht Petry platt!

spd

Irgendwann im Jahre 2001 war ich in Anwesenheit meines damals besten und betrunkenen Freundes Pavel betrunken. Ich weiß nicht mehr, warum, aber irgendwie kamen wir auf die Idee, der SPD beizutreten.

Betrunken geschmiedete Pläne sind immer mit Vorsicht zu genießen und werden meist spätestens am Morgen danach gottseidank als völliger Irr- und Schwachsinn verworfen. (Schlimm ist es, wenn man sie noch betrunken umsetzt. Was habe ich mir nicht schon alles angeheitert bestellt!) Doch diesen Plan verwarfen wir nicht, da uns Schröder und Eichel offenbar derart beeindruckt hatten, dass wir wirklich zu Genossen wurden.

Ich bin also seit 16 Jahren Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, woran mich stets Mitgliedsbeitrag und Vereinsorgan („Vorwärts“) erinnern. Denn ansonsten bin ich sehr passiv, was man auch daran ablesen kann, dass ich auch nach Umsiedelung nach Düsseldorf nach wie vor im Ortsverein Hiltrup registriert bin, den es so gar nicht mehr gibt.

Der Eintritt in diese Partei, die den kranken Mann Europas wieder gepäppelt hat, was niemand, der über Verstand verfügt, anzweifeln kann, lief damals so ab, dass man dort anrief und sein Anliegen vortrug. Womit Pavel und ich nicht gerechnet hatten, war der Umstand, dass der Besuch durch einen Parteigesandten unabdingbar war.

An einem sehr sonnigen Nachmittag im Herbst klingelte also der Ortsvereinvorsitzende bei meinen Eltern:

„Ich möchte Sebastian Flotho sprechen.“

Ich hatte im Grunde keine Lust, mit ihm zu sprechen, da ich lediglich Parteimitglied werden wollte, aber vermutlich wollte man meine politische Gesinnung abchecken. Und so saßen wir auf der Terrasse bei Mineralwasser und diskutierten die aktuelle politische Entwicklung sowie die Notwendigkeit der Konsolidierung, der schwarzen Null also, die unter der SPD als Kanzlerpartei leider nie erreicht wurde. Aber „Konsolidierung“ war damals das bestimmende Schlagwort, von dem wir irgendwann sogar wussten, was es meint.

Das Gespräch verlief zu Gunsten der Sozis, ich wurde also Mitglied und weiß, wie es ist, in Fußgängerzonen Flugblätter zu verteilen. Es ist nicht schön. Man wird beschimpft, weil man die Hartz-Reformen verbrochen hat. Daher habe ich auch nie Flugblätter verteilt. Ich sah mich eher als passiver Parteifunktionär ohne Funktion.

Das Beitragsbild zeigt mein Parteibuch. Nicht alle Parteien geben eines aus und bei der SPD bekam man zumindest damals noch die „SPD Card“ oben drauf. Die samt ihren Vergünstigungen gibt es seit 2007 nicht mehr. Seitdem bekomme ich also auch keine Rabatte mehr in „Dorint“-Hotels. Aber die habe ich auch nie beansprucht (lohnt stundenweise nicht), dennoch trug ich die Karte mit Stolz und wurde dafür auf dem Schulhof verkloppt. Wobei ich 2001 mich eher auf einem Campus bewegt habe, über den die Uni Münster gar nicht verfügt.

Ich weiß, dass die Hartz-Reformen gerade unter ALG II-Empfängern unbeliebt sind. Das würde ich vermutlich als Betroffener genauso sehen, glaube aber, dass Schröder einiges bewegt hat und wir mit vier weiteren Jahren unter Kohl anders dastünden. Ich ertrage auch nicht mehr die Unterstellung, er habe die sozialdemokratische Seele verraten. Das ist eine Floskel, die Journalisten gerne benutzen, weil sie sich ganz nett anhört. Er hat das Land modernisiert, Atomausstieg inklusive übrigens. Das ist aber letztlich politische Geschmackssache und mir schmeckt freilich nicht alles, was unter SPD-Ägide geschieht (Das grüne Dosenpfand war so eine Kröte …). Wäre beispielsweise Gabriel in diesem Jahr als Kanzlerkandidat angetreten, hätte ich meine Stimme der CDU gegeben, auch wenn wir ja eigentlich keinen Bundeskanzler wählen, sondern den Bundestag. Doch die Verhältnisse sind nicht so.

Nun sind sie wieder da, die Genossen. Bundespräsident Steinmeier, ich darf ihn als Genosse Franky nennen, und, mit sehr viel Glück, Kanzler Schulz werden die rechte Welle stoppen. Ich ziehe mir derzeit jedes Steinmeier-Interview rein, den Mann hätte ich auch gerne als Kanzler gesehen, aber gut, das höchste Amt im Staate ist besser als das dritthöchste.

Natürlich findet der Hype um Schulz, Schype, viel zu früh statt. Eine ähnliche, aber nicht ganz so ausgeprägte Euphorie gab es schon bei Steinbrück; sie ebbte schnell ab. Das wird im Falle Schulz natürlich auch passieren und sicherlich wird der eine oder andere Journalist (oder eben die Russen) noch unschöne easter eggs in der Karriere Schulz‘ finden; es wird ja bereits manches hochgekocht, sodass die SPD bereits von einer Schmutzkampagne gegen ihn spricht.

Was ich völlig irrelevant finde. Denn Tatsache ist, dass er aus dem EU-Parlament eine schlagkräftige Institution gemacht hat. Mir ist auch egal, dass er kurz davor war, sein Versprechen zu brechen, das Amt des Parlamentspräsidenten abzugeben. Was soll’s. Für mich entscheidet: Er ist seit langem ein Politiker

Und natürlich dürfen Politiker Berufspolitiker sein! Alles andere ist naiv und wohlfeil.

, dem ich das abnehme, was er sagt, was bei Gabriel (ich darf ihn Siggi nennen) freilich nicht der Fall war. Schulz nehme ich ab, dass er das hat, wovon Helmut Schmidt mit dem Ratschlag, einen Arzt aufzusuchen, abriet: eine Vision.

Eine weitere Kanzlerschaft Merkels, die ich gar nicht im Grundsätzlichen ablehnte, wäre Öl auf das Feuer, das die AfD derzeit in unserem Land legt, in dem nebenbei erwähnt die Reallöhne seit langem wieder steigen. Weder CDU noch AfD hatten Schulz auf der Rechnung, ja nicht einmal die Basis der SPD. Denn auch ich war davon überzeugt, dass Gabriel sich das nicht nehmen lässt. Der geht nun ein in die SPD-Geschichte als der Mann, der mit der Putzfrau sprach, und als der Mann, der Bundespräsident und Kanzler gemacht haben wird. So war der ehemalige Pop-Beauftragte der Sozialdemokraten doch noch ein hervorragender Vorsitzender, dem ich aber nie abgenommen habe, was er von sich gab. Wobei mir das Rotzige gefällt, dass er eben nicht aalglatt ist.

In der SPD hätte ich nie Karriere machen können, da ich kein Konsenstyp bin. Wegen meiner demagogischen Fähigkeiten hätte eher die AfD ein Auge auf mich geworfen. Hätte mich da hocharbeiten sollen, um dann an der Spitze die Partei aufzulösen. Ich bin inzwischen so weit zu sagen, dass alles besser ist als eine starke AfD. Bundeskanzlerin Wagenknecht? Bundespräsident Sonneborn sen. (Die Partei) oder Bundespräsident Richter Alexander Hold (Freie Wähler)? Alles besser als AfD-Personal. So weit sind wir schon. Dass die Linken, die ich so herzhaft ablehne, plötzlich ein lächerlich kleines Übel geworden sind.

Schulz mobilisiert Nicht-Wähler. Das allein ist eine wertvolle Leistung. Oder eher ein Nebeneffekt, denn er hat ja noch nichts getan. Aber dennoch ein Effekt, der nicht hoch genug einzuschätzen ist. Ich ahne, dass viele Schulz ablehnen, eben weil er gerade so gehypet wird (was kein gültiges Argument ist). Aber nach einer Frau als Bundeskanzlerin wäre doch ein abiturloser, trockener Alkoholiker eine weitere interessante Randgruppe in der dritthöchsten Position, die die Verfassung vorsieht.

Ich stürze mich nun jedenfalls in eine SPD-Euphorie, der mit Gegenargumenten nicht beizukommen sein wird. Ich hörte vor Jahren einmal ein Interview mit Jörg Thadeusz und eben Schulz, damals frischer Parlamentspräsident, und schon da ahnte ich, dass dieser Mann Deutschland ganz guttut. Herrlich die Szenen, in denen er im EU-Parlament gegen rechte Spinner wettert und klare Kante zeigt. Das fehlt mir derzeit; dass die Vernunftgetriebenen laut und vernehmbar sprechen und das Feld nicht den Nazis reloaded überlassen.

Das seppolog bleibt politisch natürlich wie gewohnt neutral und unabhängig, rät aber mit Nachdruck dazu, die Stimme der SPD zu geben. Meiner SPD!

Übrigens: Früher habe ich Protestwähler verstehen können. Doch das war naiv. So zu tun, als würden „die da oben“ nur für die eigene Karriere arbeiten, halte ich für eine abgedroschene Sichtweise, die als Argument ohnehin nicht sticht. Das ist oftmals Klischee, das am Stammtisch bleiben sollte. Wer glaubt denn, dass rechtes Gesocks nicht an die eigene Leiter denkt!? Nicht zur Wahl zu gehen, war ein Luxus, den wir uns in diesen bitteren Zeiten nicht mehr leisten können.

Just jetzt lese ich, dass die AfD bereits Stimmen an die SPD verliert. Hoffentlich verstetigt sich dieser Trend.

Und Pavel?, der ist auch noch in der SPD. Ein hohes Tier.


Lustige Tierbilder auch auf meiner Facebook-Seite!

51 Kommentare

  1. Ich bin seit 2012 Mitglied der SPD. Ich haben schon immer mit Ihnen sympathisiert, aber mich hat letztlich die Wahl von Hannelore Kraft zur Ministerpräsidentin davon überzeugt, den Schritt zu wagen.
    Was soll ich sagen: Ich war noch auf keiner Sitzung unseres Ortsvereins ( ich verstehe mich auch als passives Mitglied) und warte seit 5 Jahren auf mein Parteibuch. 😎☺

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    • frau kraft wäre eher ein argument für den austritt. sie hätte deutlich mehr bewegen müssen. ein jammer. dabei hat sie direkt zwei wahlen hintereinander gewonnen. mehr oder weniger … ich nehme sie gar nicht mehr wahr. nrw hätte auch ein paar visionen nötig.

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      • Das stimmt schon. Ich hatte wesentlich mehr von ihr erwartet.
        Und was ich auch nicht so gut finde, dass Franke Walter Steinzeit durch seine Wahl zum Bundespräsidenten offiziell aus der aktiven Politik raus ist. Er wird seinen neuen Job zweifelsohne gut machen, aber ich finde, er war der beste Minister in der Regierung mit großem, diplomatischen Geschick. Das fällt jetzt leider weg.

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  2. „als passiver Parteifunktionär ohne Funktion“…. hmmm…. also doch mit Funktion! Wenn ein „Parteinfunktionär ohne Funktion“ passiv ist, müsste er doch eine Funktion ausüben, oder nicht? Minus mal Minus ergibt Plus. Doppelte Verneinung.
    Seppo… Kanzlerkandidat 2021?!

    Ich verstehe den Hype um die Person Schulz noch gar nicht. Bislang ist nichts passiert. Außserdem kenne ich ihn tatsächlich noch zu wenig.
    Ich glaube allerdings auch, dass Gabriel sang- und klanglos untergegangen wäre.
    Was wir brauchen sind wieder mehr Typen in der Politik. Leute, die sich trauen auch mal anzuecken. Deswegen mochte ich den Steinbrück, auch wenn er nicht alles richtig gemacht hat.

    Ich bin gespannt, wer mich dieses Jahr dann überzeugt mein Kreuz bei ihm/ihr/es zu setzen.

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  3. Was sich geändert hat, seit Schulz am Start ist, das ist die Stimmung. Aber wegen der guten Laune kann man ihn doch nicht wählen. Da muss schon noch ein Programm kommen und eins, dass über die Beseitigung der dicksten Fehler der Agenda 2010 hinausgeht. Was will Schulz, was will die SPD, wenn nicht einfach nur Merkel ablösen? Ich verstehe deine Motive für den Eintritt in die SPD, mich hat die Partei damals unter Willy Brandt auch begeistert. Mehr Demokratie wagen, das klang gut. Auch die Wahl Schröders schien ein Versprechen auf die Zukunft, nach den Kohl-Jahren. Aber leben wir in einem besseren Land?

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  4. Bis zu Willy Brand kann man mich als Anhänger(chen) der SPD bezeichnen. Ja, ich bin schon etwas älter. Als ich ihn bei einer Rede hörte, war ich mit meinen zwölf Jahren absolut hingerissen. Er sah aber auch meinem Lieblingslehrer verdammt ähnlich. Schmidt mochte ich überhaupt nicht, ihn habe ich erst in viel späteren Jahren beschränkt schätzen gelernt. Mag daran liegen, dass in den letzten Jahrzehnten kluge Politiker mit Rückgrat rar geworden sind. Seine schulmeisterliche Art hat mich in der Pubertät auf dem falschen Fuß erwischt. Ich war nicht gewillt, mich so von oben herab für mein aufrührerisches Wesen abkanzeln zu lassen. Lass ich mich heute immer noch nicht. Dann kam ja erst einmal politisch nur noch Mist. Schröder hatte seine Verdienste, die Agenda 2010 mit all ihren Folgen – wenn auch gut gedacht – gehört nicht dazu. Zu viele Ungenauigkeiten, zu viele Schlupflöcher, die sich missratene Ökonomen – gezüchtet durch das Fehlen von Ethik und Philosophie im Lehrplan – zunutze machen konnten. Fällt unter die Kategorie: Wir wollten doch nur dein Bestes, ging leider schief.
    Ich weiß wohl, welchen vielfältigen Zwängen viele Politiker unterliegen, aber ich erwarte Wahrhaftigkeit und das Bekenntnis zu gemachten Fehlern. Wohl aus diesem Grund habe ich mich gegen eine solche Laufbahn und für Kritik von außen entschieden. Manchmal drückt mich das schlechte Gewissen.
    Die SPD hat m. E. nur dann eine wirkliche Chance, wenn sie eigene Fehler und Fehlentwicklungen der Vergangenheit benennt und sich für konkrete Korrekturen und Rückbau – besonders bei Hartz IV – stark macht. Das würde Glaubwürdigkeit schaffen.
    Martin Schulz gebe ich grundsätzlich erst einmal die Chance, sich zu bewähren, wenngleich mich in der Vergangenheit seine Bewunderung für Juncker, die sich in Blicken mit leuchtenden Augen so schief von der Seite zeigte, so manches Mal befremdet hat. Ich möchte ihn nicht auf diese Beobachtung reduzieren.
    Noch tendiere ich, mit leichtem Bauchgrummeln, zur Linken, die als Korrektiv in einer Koalition sicher Positives bewirken kann, und zu den Piraten. Nicht zu wählen ist für mich keine Alternative.

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  5. Mein Vater sagte immer, gehe nicht in die Politik – das ist ein Dreckgeschäft…
    Vermutlich hat er recht – solange mehr Partei- denn Kompromiss-Politik gemacht wird. Dabei hat ein echter Kompromiss nichts, wie leider so oft, mit Korruption zu tun…

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  6. Wahl wird schwierig. Alles ist besser als die AfD, aber keiner in irgendeiner Partei hat was hinter dem ich stehen kann. Und seit dem Twitter-Fan in den USA weiß auch der allerletzte, dass da nicht mehr viel mit Vernunft ist, sondern mit emotionaler Wählerentscheidung. Die SPD war die treibende Kraft hinter dem Teilhabegesetz, hat für mich allein deshalb (mich betrifft’s) schon Minuspunkte, aber auch wegen anderen Sachen, u.a, Agenda 2010. Weiter mit Merkel wiederum wird wohl der AfD weiter Aufwind verschaffen.

    Abgesehen davon finde ich es grottig wie mit Schulz umgegangen wird. Es ist egal ob einer Abi hat oder nicht, Bildung ist nicht gleich Intellekt, und dass so ein Wind um seine Trockenheit gemacht ist unterirdisch. Der Mann ist krank und er kann offenbar damit umgehen, dass er diese nicht heilbare Krankheit zum Stillstand gebracht hat. Ist doch toll, hat vielleicht – neben dem fehlenden Abi – auch noch mal Vorbildfunktion für einige Leute. Wenn man nur sein politisches Wirken kritisieren würde, okay, das ist gerechtfertigt, dann wissen die Leute wo sie dran sind, können sich selber eine Meinung bilden und das war ja auch irgendwann mal die Aufgabe der Medien, aber nicht so. Der Martin ist doof weil er kein Abi hat und Alki ist ist auch kein Argument jemanden auf dem Spielplatz nicht mitmachen zu lassen, sondern Förmchenneid.

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  7. „Ich sah mich eher als passiver Parteifunktionär ohne Funktion.“ Das gefällt mir! Sowas in der Art stelle ich wohl auch dar. Andere Partei, aber selbes Prinzip^^ Ich bezahle anderseits gern auch eine Unterstützung in Form von Beitrag an Leute die meine Meinungen vertreten! Also find ich auch passiv Mitglied sein nicht so schlecht 😉

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    • Ein „passiver Parteifunktionär ohne Funktion“ ist eine politisch sinnentleerte Floskel.

      Problem ist: die etablierten Parteien zu mächtig geworden. Not täte denn mehr direkte Demokratie und eine stärkere Beteiligung der Bürger an wichtigen Entscheidungen sowie vielleicht Volksabstimmungen und -initiativen nach Schweizer Vorbild.

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  8. Damals bin ich wegen Gerhard Schröder in die SPD eingetreten. Und war auch im Ortsverband politisch ziemlich aktiv. Um dann als junger Mensch etwas später erst zu erkennen, dass Basispolitik nichts mit Landes- und Bundes- und erst Recht nichts mit Europa- und Weltpolitik zu tun hat.
    Auf Ebene eines Ortsverbands spricht man mit Menschen, mit Laib und Seele. Die es gut meinen um die eigene Stadt. Da ist es relativ egal ob CDU, SPD oder sonst etwas. Da geht’s eher darum ob die Parkbänke in der Fußgängerzone dieses Jahr hellblau oder dunkelblau gestrichen werden. Parteiinteressen spielen eine untergeordnete Rolle.
    Nun einen kurzen Sprung in der Zeit: Einige Jahre später habe ich erkannt, dass Parteipolitik im Kern höchst undemokratisch ist. Das war dann der Zeitpunkt, als ich mit Stolz aus der zweitgrößten Volkspartei ausgetreten bin. Dafür kann die SPD nichts. Sondern das System als Ganzes. Jeder Abgeordnete ist laut Gesetz nur seinem Gewissen gegenüber verpflichtet. Die Realität sieht anders aus. Es gibt eine Linie in der Partei, der man zu folgen hat. Folgt man nicht, wird man gefolgt oder man wird geflogen. Ende der Fahnenstange.
    Wenn man das bestehende politische System überhaupt gut heißen will und den Menschen in den Parlamenten tatsächlich gutes attestieren möchte – was auf ein paar einige Wenige mit dem Herzen am rechten Fleck zutrifft – benötigt es keine Parteien.
    Ich bin für eine parteienlose Demokratie. Wir sollten unsere Abgeordneten direkt wählen, keine Erst- und keine Zweitstimmen mehr. Mehr direkte Demokratie leben, anstatt noch mehr davon nach oben abzugeben.
    Nur so als Gedanke… 😉

    PS: Ich geh gar nicht mehr zur Wahl. Das bestehende Politik-System lehne ich restlos ab. Ich habe mal etwas Wunderbares dazu gelesen: „Ich behalte meine Stimme bei der Wahl lieber, stecke sie nicht in eine Urne (!), worin sie dann 4 Jahre ruht, sondern spare mir den einen Tag alle 4 Jahre lieber auf und erhebe meine Stimme dafür täglich in der gesamten restlichen Zeit.“
    Im Endeffekt gibt es tatsächlich gar keine Wahl. Ob nun AfD, SPD, CDU, Grüne, Linke, Freie Wähler oder sonst wer. Aber es ist natürlich ein mehr oder weniger spannendes und (aber-)witziges Schauspiel, das da alle 4 Jahre abgehalten wird.
    Cäsar hat sich damals im Colosseum auch gefreut, wenn er oben stehen durfte und unten die Gladiatoren gegen die Löwen kämpfen mussten. Ich bin dafür, dass auch die Cäsars da runter kommen und mitspielen, nur das wird auf absehbare Zeit leider nie passieren. Wir wählen sie ja doch immer wieder… 🙂

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      • Nein. Es hatte einen guten Grund, warum wir die indirekte auferlegt bekommen haben. Direkte Demokratie ist ein Einfallstor für die extremen parteien, das Volk lässt sich so noch viel leichter verführen. Es gibt Entscheidungen, die Leute treffen sollten, die über entsprechenden Sachverstand verfügen. Der brexit ist ein schönes Beispiel.

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        • Das stimmt allerdings. Hatte ich gerade nicht mehr auf dem Schirm. Aber das jetzige System führt gerade auch auf den gefühlten Abgrund zu. Neue Ideen und Wege wären nicht schlecht. Und die am Horizont schimmernden Rechtspopulisten machen das Ganze nicht besser. Eine Lösung hat die Kommentatorin aber auch nicht parat.

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        • Ja der Brexit ist für euch (und dich Seppo) natürlich ein Dorn im Auge: doch eine politische Realität, demokratisch entschieden – wenn auch mit Fehlinformationen – das ist in der heutigen Medienlandschaft praktisch überall ein Problem.
          Das unverhoffte englische Manöver könnte die Deutschen nach Schätzung von EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger rund eine Milliarde Euro kosten. Daran seit ihr bzw. eure etablierten Politiker aber teils selber Schuld.

          Seit Einführung des Euro 1999 produziert das im Euro-Raum wirtschaftlich dominante Deutschland Deflation; denn die Löhne wurden hier gedrückt. Frankreich hält sich an das Ziel. Italien dagegen kennt Inflation – wie schon zu Zeiten des Lira, die als Währung periodisch abgewertet werden musste. Auch in Spanien, Portugal und Griechenland sind die Löhne im Vergleich zur Produktivität zu hoch; diese Länder lebten über ihre Verhältnisse, befinden sich jetzt aber in der Krise. Deutschland jedoch lebte – mit zu tiefen Löhnen – unter seinen Verhältnissen; es zwang so seine Euro-Partner in die Verschuldung.
          Ihr Deutschen aber dachten: wir sind tüchtiger und gut. Das trifft aber nicht durchgehend zu.

          Deutschland hat die Euro-Krise verursacht (so etwa er deutsche Ökonom Flassbeck). Und damit selbst auch der Schweiz ein grosses Währungs-Problem eingebrockt.

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  9. Vorab, ich bin für keine extremistische Richtung. Weder rechts noch links. Doch seitdem ich vor ein paar Tagen Gregor Gisy bei Anne Will gesehen habe und ich war erstaunt. Da saß ein Politiker einer Partei, die ich nie wählen würde und bei fast allem was er sagte, dachte ich, dass klingt vernünftig.

    Warum ich das schreibe? Weil ich mir genau das von Politikern wünsche. Ich wünsche mir ehrliche Antworten, auch auf unangenehme Fragen, die nicht klingen, als ob sie preskriptet sind.

    Von Schulz weiß ich noch nichts. Von Merkel nur das, was ihr wahrscheinlich preskriptet wurde und von den anderen als nicht extrem bezeichneten Parteien bekomme ich gerade überhaupt nix mit.

    Ja die Wahl wird schwer, weil ich befürchte, dass es weiter geht mit dem Profilflachen Nichtparteigedöns. Wie soll man sich denn zwischen dem linken und rechten Twix entscheiden, die beide davon überzeugt sind grundverschieden zu sein und letztendlich nur grundlos gleich sind. Das geht weit über Kompromisse hinaus und fühlt sich an, als ob sich der Personalrat mit der Geschäftsleitung auf einen Deal geeinigt hat.

    Kein Wunder, dass Überprofilpolitiker Zuhörer bekommen. Nicht nur in Deutschland.

    Mir wird die Wahl schwer fallen, weil ich befürchte, dass vier weitere Jahre Einheitsbrei die politische Landschaft in.Deutschland endgültig kaputt macht. Aber radikal will ich auch nicht wählen. Was bleibt, ist sich die Gesichter anzusehen, die für die Partei stehen und auf genug „Anne Will-Gespräche“ zu hoffen, um eine Entscheidung treffen zu können.

    Sorry für den langen Kommentar Seppo, aber Dein Beitrag hat bei mir Babbel-Wasser aufgedreht.

    S.

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  10. Nachdem ich ein absolut apolitscher Mensch bin, traue ich mich kaum einen Kommentar zu. Dennoch halte ich für mich fest, daß alle mittleren Parteien gemeinsam besser sind als die rechte Extreme. Kann man denn nicht alle Parteien Mitte gemeinsam wählen – dann hätte ich ein besseres Gewissen.

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  11. Vielleicht wird es ja eine spannende Wahl und es kommt wieder etwas Bewegung in die Parteilandschaft und vielleicht sind dem deutschen Wahlvolk die politischen Entscheidungen anderer Länder eine Warnung. So z.B. den jungen Menschen am Beispiel Großbritannien: gerade einmal 25% der jungen Wähler ging zur Abstimmung des Brexit. Jetzt ist der Jammer groß. Dann die Wahl des Populisten in den USA. Viele Deutsche können die US-Amerikaner nicht verstehen, dennoch hat die AfD ein großes Wahlvolk. Vielleicht wachen die Nichtwähler auf, wie Du ja auch hoffst. Drei Sätze zu Bayern. Der bekannte Ministerpräsident der C-Partei, Merkel ist im Freistaat ja nur indirekt zu wählen, hat Herrn Trump ob seiner zügigen Umsetzung seiner Wahlversprechen gelobt. Er teile zwar auch nicht alle Entscheidungen, aber The Donald sei doch immerhin demokratisch gewählt. Da gab es in unserem Land doch auch einmal einen demokratisch gewählten Kanzler…

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  12. … alsoooo, ich war ja mal total Grün … zumeist hinter den Ohren, aber ich arbeite daran, das Makel loszuwerden. Vielleicht bin ich immer noch grün, aber nur weil ich ständig in der Natur klebe, mich parkende Autofahrer aufregen, die mit ihrem Smartphone und mit laufendem Motor im Halteverbot über eine halbe Stunde verbringen und die Luft verpesten, und den Müll trennt auch keiner richtig … frei nach dem Motto: aus den Augen aus dem Sinn und Wertstoff, Was ist das ? … unsere Müllbeseitigungsanlage funktioniert ganz gut, ich habe sie mir das mal angesehen. Vormals war ich mal quietsch-Gelb, als der Genschman noch die Federführung hatte und die Mauer zum alten Eisen disqalifizierte und zu guterletzt habe ich mich dann mal Rötlich gefühlt, nach so vielen Jahren unter Schwarz … und das hielt bis zu dem Zeitpunkt, als Agenda 2010 griff. ann ahbe ich aber immer noch nicht Schwarz gewählt, obwohl ich es ganz gut fand, dass mal eine Frau das Heft in die Hände nahm und ich denke nachträglich: sie hat es doch ganz gut hinbekommen.
    Was sagt euch das?
    Ich bin nicht festgefahren, für alles offen und bin beweglich in alle Richtungen, solange niemand diskriminiert oder ein Bär oder Wolf nur deshalb erschossen wird, weil man annimmt, dass er beißen könnte.

    … und: ich teile Deine Meinung, Seppo – zu 1 Tsd. Prozent.
    Bin gespannt, wie die Wahl ausgeht … aber meine Meinung könnt ihr euch ja sicher schon denken, oder? Ein Kleiner Tipp: die AfD ist es nicht.

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  13. Nicht festgefahren, das gefällt mir! Doch der Schluss? Für solche Tipps ist niemand dankbar, da ja bloss ein Versuch der Irreführung.
    Das ist gefährlich: So wurde in den USA ja auch laufend gegen Donald polemisiert, der aber am Schluss nicht Duck hiess, sondern President = mächtigster Mann der Welt.

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  14. „Eine weitere Kanzlerschaft Merkels, die ich gar nicht im Grundsätzlichen ablehnte, wäre Öl auf das Feuer, das die AfD derzeit in unserem Land legt.“ OK, wenn hier schon damit angefangen wird: Ich will mal kurz anreißen, warum ich es anders sehe. Seit etwa zwei Jahren ist in Deutschland ein unverschämter begrifflicher Trick im Gange. Migranten werden als Flüchtlinge bezeichnet. Das ist dreist, weil „Migrant“ der Oberbegriff ist und für Flucht als spezielle Art von Migration besondere Bedingungen erfüllt sein müssen. Man mag fragen: Waren diese Bedingungen nicht in der Regel erfüllt, z.B. bei den Syrern 2015/16?

    Ich unterrichte Migranten in Deutsch seit einem guten Jahr (weil ich nichts anderes kriege). Menschlich gesehen, ist der Job für mich gut machbar; ich mag die Leute meistens; sie handeln vernünftig: Sie wollen besser leben, das ist normal. Aber klar ist nach dem, was ich mitkriege: Zur Migration trägt ein Anreiz ähnlich bei wie der Druck. Und mit den Nachrichten über Handys und Schlepper wie über Merkels Angebot 2015 entstand ein gewaltiger Anreiz. Junge Syrer sagten mir, sie hätten auch gut in Syrien weiterleben können (je nach Gegend). Aber sie wollten ’neu anfangen‘, zumal offenbar die Korruption das Leben in Syrien seit Langem besonders schwer macht.
    Außer den Syrern kamen nun viele Menschen aus dem ganzen Nahen Osten. Ich habe inzwischen mehr mit Afghanen und Iranern zu tun. In Afghanistan ist die Lage schlecht, aber es war 2015 nicht akuter als 2014. Das gilt noch viel mehr für den Iran, wo es in erster Linie um religiöse Drangsalierung geht. Offenbar ist also eine Art Sog entstanden; und der ist wiederum schlecht ganz besonders für die Herkunftsländer. Relevante Quellen dazu liefere ich auf „Celle – die freie Seite“, z.B. in einem nach Monaten verschwundenen Leserbrief unter „Der Anlass“. Besonders unfassbar fand ich die Vergleiche 2015 mit Flucht aus Schlesien, Ostpreußen usw. Die Situationen sind kaum vergleichbar; heute spielen Medien eine große Rolle. Sämtliche der alten Parteien haben die Unterscheidung zwischen Flucht und Migration vermieden. Das gilt für die Presse erst recht. Das war ein Anlass für den Unmut mit den alten Parteien. Es ist außerdem klar, dass die Wirtschaft von der Willkommenskultur angetan war, weil junge Arbeitskräfte gesucht werden. Dennoch war es eine fette Täuschung, sozusagen ein politischer Großeinsatz von Mitleid bis Sentimentalität.

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  15. Hi Seppo, erst mal bin ich total begeistert, wie du mit deinem neutralen und unpolitischen Kommentar deine Fangemeinde politisierst! Deine Begeisterung für „Franky“ kann ich leider nicht teilen, habe ich ihn doch als Wasserträger Schröders und als alles verwaltenden „Walter“ erlebt, der nicht gerne Verantwortung übernimmt und sich lieber hinter dem Dienstweg, will heissen, hinter seinen Leuten verschanzt! Dass in der Bundesversammlung, die den Bundespräsidenten wählt, Ex-Konzernchefs neben Fussballtrainern und talentfreien Schauspielerinnen sitzen, kann sich wohl nur ein Land wie unseres leisten!? Deine Begeisterung für Martin Schulz als Politiker mit Rückgrat (eine seltene Rasse) und die SPD auf Bundesebene teile ich jedoch. Die Sozis waren schliesslich die einzigen, die sich damals gegen die NSDAP gestellt haben! Hast du dir schon eine rote Krawatte gekauft?😊

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  16. Wenn der neue Bundespräsident Steinmeier in Deutschland den Wohlmeinenden Mut machen kann, um sich nicht von Alternativen verschrecken zu lassen, so ist das nichts weniger als ein Witz. In der Weise beharrlich und unbeeindruckt vernunftgläubig weiter an Deutschland zu arbeiten, kann nur ein Desaster bringen, Dass es seinen Bewohnern und der Welt angeblich Hoffnung gibt – wird er der Präsident erst mal beweisen müssen.

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  17. Find ich voll jut die SPD activity, lieber das kleinere Uebel waehlen, als auf den Hoellenschlund warten, Deutschland lieben, retten , wenigstens waehlen gehen, ab in den Sueden, Deutschland meiden im Winter,was soll man sonst auch waehlen, wenn nicht SPD? Menschen werden nach dem dritten Bier zum Verfassungspatrioten, was iss denn does?

    suedliche Gruesse

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  18. Schöner Artikel. Ich bin grundsätzlich (es geht schon einmal gut los) kein großer Fan der SPD, aber den Schulz finde ich „gar nicht verkehrt“. Ich hab selbst schon einen kleinen Artikel auf meinem Blog über ihn geschrieben („neulich im EU Parlament“), weil er mir 2016 sehr imponiert hat, als er sich gegen die verbale Hetze eines griechischen Parlamentsabgeordneten stellte und diesen aus der Sitzung entfernen ließ! Sein Statement dazu: auf den Punkt und unumstößlich. Damit hat er mich überzeugt von sich. Ich bin ein (wenn auch vorsichtiger ) „Fan“ geworden. Ich find ihn gut, den Schulz. Und du hast Recht, er mobilisiert die Menschen. Was ich für enorm wichtig halte, in Anbetracht der Verdrossenheit, die derzeit herrscht.

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  19. Mein Senf: Danke für deinen gelungenen Artikel. Ich werde Schulz auf jeden Fall eine Chance geben. Außerdem mag ich Menschen, die auch Emotionen zeigen, wenn sie sprechen. Das mochte ich auch an Gabriel – was manche so abschreckte, sah ich als einfach nur menschlich an.

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  20. Aus meiner (in der innerdeutschen Politik beschränkten) Sicht wirklich guter SPD-Politiker ist (war) Franz Müntefering.
    Er meint: Die soziale Gesellschaft im Wandel… Viele vernünftige Ansätze gibt es schon, im Grundsätzlichen, auch in den Strukturen und im Detail. Gleichwohl ist noch vieles besserungsbedürftig und die Zeit drängt. Die politische Reife unserer Demokratie wird sich darin zeigen, dass wir rechtzeitig den nötigen Wandel bedenken und in die Wege leiten und uns nicht von den Entwicklungen und Ereignissen irgendwann dazu unter erschwerten Bedingungen zwingen lassen. Da klärt sich auch, ob wir als Sozialdemokratie auf der Höhe der Zeit sind. Die Zuversicht in die Gestaltbarkeit der Dinge und damit der Zukunft ist gut begründet.

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  21. Ich wähle sowas von SPD. Schulz ist genau der richtige Mann für Deutschland, Europa und die Welt. Er sendet die richtigen Signale und bringt die Menschen wieder zusammen, auf einen vernünftigen Weg Richtung Zukunft. Friedliches, respektvolles, solidarisches Zusammenleben, interkulturelle Zusammenarbeit, und die Wertschätzung der arbeitenden Bevölkerung sind dabei (meiner Meinung nach) die zentralen Punkte von Schulz. Wie immer hoffe ich, dass seinen Worten Taten folgen. Dank seiner Kandidatur bin ich jedenfalls wieder optimistisch was die Zukunft Deutschlands/Europas betrifft.

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  22. […] Ich fahre allerdings immer noch dasselbe Auto, jedoch hat „VW“ „Toyota“ jüngst überholt und ist damit vollkommen zurecht zum größten Schweinebauer aller Zeiten geworden! Noch kann das eben der Deutsche, Autos bauen. Und verkaufen. Ein Hoch auf unser Land, dessen Mittelschicht es so gutgeht, wie selten zuvor, was Martin Schulz selbst sehr genau weiß, aber trotzdem an der Agenda rumschrauben will, so wie ich an Agatha. Dennoch: guter Mann! Weiter so, Genosse! […]

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