Über meine schärfste Kritikerin

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Es folgen lediglich ein paar selbstreferenzielle Gedanken. Wer Gehaltvolles erwartet, fühle sich gewarnt!

Der Blick auf die Zugriffszahlen meines Blogs stürzt mich in eine tiefe Krise, sind diese doch nur noch dreistellig 😉 . Nimmt kaum Wunder, da ich mich ja zuletzt auch eher ruhig verhalten habe. Ich hätte nicht gedacht, wie sehr einen ein Blog unter Druck setzen kann. Zerfressen vom Drang, irgend etwas zu schreiben, ohne zu wissen, über was, verfasse ich diese Zeilen. Mein vergangener Artikel über Toiletten-Lektüre hat polarisiert. Der eine fand’s „beschissen“, wobei ich nicht weiß, ob das als Wortwitz gemeint war, ein anderer fand die „story dürftig“. Wobei ich mich frage, welche Story überhaupt?! Und, welche Erwartungen Texten entgegen gebracht werden, die den Begriff „Defäkieren“ im Titel tragen. Auch meine Mitbewohnerin fand den Artikel eher mies. Ich finde ihn immer noch gut, was mir Sorgen macht, denn ungern würde ich als verblendet dastehen. Was wohl schon der Fall ist.

Schärfste Kritikerin ist meine Mitbewohnerin ohnehin, die nur die Dinge von mir in sozialen Netzwerken teilt, die ihr wirklich gefallen. Was ja auch klar ist, aber man möchte meinen, dass sie mir zuliebe alles teilt. Doch selbstredend selektiert sie, woran ich erkenne, was ihren Geschmack trifft oder nicht. Jüngst erzählte sie mir, warum sie ein Video von mir, das ich bei Facebook postete, unmöglich teilen könne: „Das ist meinen Freunden nicht mehr vermittelbar und auch meine Familie bekommt so einen sehr negativen Eindruck von dir.“ Sie hingegen kenne mich ja und könne das Machwerk einschätzen, werde aber ein paar Stunden auf Distanz zu mir gehen. Da allerdings wusste ich, das mir das Video gelungen ist. Und man kann es eben nicht allen Recht machen, eine Erfahrung, die man ja überall im Leben sammeln kann. Viel wichtiger ist, es erst gar nicht zu versuchen. Breite Masse kann jeder.

Privat schreibe ich noch andere Dinge, die ich ihr als Erste zum Lesen gebe, da ich ja weiß, wie schonungslos offen, aber konstruktiv!, sie mir ihre Meinung mitteilt. Man kann sich das so vorstellen: Wir liegen abends im Bett – oder sonst wo – und sie hält das frisch ausgedruckte Machwerk in der Hand. Ich daneben, starre sie an und warte auf mimische Reaktionen, wobei ich versuche nachzuvollziehen, in welcher Zeile sich ihre Augen gerade verloren haben. Kommt dann ein Schmunzeln, muss ich sofort fragen: „Worüber gerade gelacht?“ Sie, die sich dann zurecht gestört fühlt, deutet beiläufig mit dem Finger auf die entsprechende Zeilen und ich wundere mich, warum sie nicht schon fünf Zeilen früher gelacht habe. „Weil’s nicht lustig war.“ kommt dann gerne mal als trockene Replik. Ich überprüfe dann die eigentlich als lustig konzipierte Stelle auf Humorgehalt und finde sie immer noch lustig. Ist vielleicht ein Problem, wenn der Verfasser seine Werke lustiger findet als der Adressat. Nur denke ich, sollte man sich davon nicht beirren lassen, da man ansonsten anfängt, während des Schreibens nachzudenken. Und das halte ich für den Tod von Kreativität. Karl Lagerfeld gab dem „Spiegel“ vergangene Woche ein Interview und ich meine mich erinnern zu können, dass er sagte „Demokratie ist der Tod der Kreativität“. Und da ist absolut etwas dran; allein dafür hat sich das Lesen des Interviews für mich gelohnt. Ansonsten ein Mann, der zumindest vorgibt, nicht auf das zu hören, was man ihm so entgegen posaunt. Vielleicht keine schlechte Einstellung, muss man sich aber leisten können. Er kann das vermutlich.

Man trifft ja in dieser Welt der Blogs auf unterschiedlichste Leser. Da meldete sich jüngst einer bei mir, dessen Sehkraft schwerst eingeschränkt ist und er lässt sich alles, was an Texten auf seinem Monitor erscheint, mit einer Software vorlesen. Oder Helmut aus Wien, der sich sogar per E-Mail meldete. Über seine Sehkraft ist mir nichts überliefert, aber er erfreue sich des ein oder anderen Textes von mir – und was will ich mehr?! Die Vielschichtigkeit ergeht sich dann auch in solchen Lesern, die sehr hohe Maßstäbe an Inhalte setzen, obwohl ich diesen Blog mit „Irrelevanzlieferant“ untertitelt habe, um möglichst tief zu stapeln, da ich diesen Blog ja eher als Ventil für mich sehe. Das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten, wo es wirklich auf Inhalte ankommt, liegt gottseidank weit hinter mir. Was mich aber sehr überrascht hat – und natürlich positiv – ist das Niveau der Kommentare, das bei beispielsweise Facebook ein ganz anderes ist. Man hat schon vergessen, wie zivilisiert man auch in einer Anonymität kommunizieren kann. Obwohl mich zuletzt einer schwerst beschimpft hat, sodass ich den Kommentar leider nicht freigeben konnte. Aber irgendwie war’s schon wieder lustig. Denn mich direkt als „Ausgeburt einer Hure“ bezeichnen zu müssen, finde ich abwegig und beleidigend für Söhne, deren Mutter sich tatsächlich aus welchen Gründen auch immer prostituieren muss. Oder will. Ist ja alles möglich.

Mich würde mal interessieren, welche Motivation Euch zum Bloggen antreibt und welche Ziele Ihr dabei verfolgt.

Den Toiletten-Artikel las meine schärfste (und übrigens auch scharfe) Kritikerin, ohne eine Miene zu verziehen. Ich lag daneben und dachte alternierend „Ohje“ und „Oh weh“. Also wenn sich da so gar nichts regt beim Erstleser im Gesicht, ist das schon etwas frustrierend. Aber es hätte mich nicht überraschen dürfen, denn die besten Texte entspringen immer der spontanen Idee, während jener miese das Ergebnis einer aktiven Suche nach einem Thema war. Und da zeigt sich wieder, dass krampfhaftes Nachdenken nichts bringt. Entweder es kommt oder eben nicht. Auch da interessieren mich Eure Erfahren! Schönes Wochenende!

Kleiner Tipp: Ich bin großer Kaffeetrinker und bin erst eben auf die Idee gekommen, bei uns vorhandenes Eis, wobei es sich um die qualitativ schlechtere Variante „Eiscreme“ handelt, in den Kaffee zu dengeln. Manche Dinge liegen so nahe und man sieht sie doch nicht.

25 Kommentare

  1. Also, ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn wir Alltagssituationen offen angehen und witzig verpacken, manche Leute etwas schockiert sind. Die Situationskomik aus dem TV oder Radio, worüber wir so gerne lachen, obwohl sie oft recht peinlich ist, darf offensichtlich im Alltag persönlich nicht stattfinden. Deswegen wohl auch meine sehr überschaubare Anzahl an Freunden – nebenbei erwähnt.
    Dass du beleidigt wirst, verstehe ich nicht. Wer ein Problem mit deiner Art hat, der sollte dich ignorieren: Eine Abwertung deines Könnens halte ich für unangebracht. Humor ist Geschmackssache!

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  2. Juhui – ein neues Sommergetränk ist erfunden worden…und ich war dabei! 😀 jetzt müssen wir nur noch einen Namen dafür finden….ich bin für Eiscafé 😏😜😂😘 schonmal mit Strohalm probiert?

    Zum Thema Motivation liest man am besten die „Über meine Seite“-Rubrik…wer sonst ist so bekloppt und fotografiert seine Mahlzeiten erstmal, bevor er es isst!? Und bearbeitet die Fotos samt Beitrag nachdem er es gegessen hat 😝😜😂 daily fresh!

    Das ganze hat natürlich auch eine positive Rückwirkung auf mich…ich liebe es mit meinen Followern zu kommunizieren und finde Socializing auch hier sehr wichtig. Ebenso wie ich selbst auch Inspiration durch andere Blogs finde, schätze und das ein oder andere einfließen lasse.

    Der Umgangston ist dabei hier und auf Facebook angenehm, wertschätzend, erfrischend.

    Und wenn ich mal nicht gaaaanz so kreative Tage habe…shit happens 😜 …dann gehen halt Zitate zum Thema online oder andere kleine Infos…

    Und wenn mir mal gar nichts einfällt lasse ich mich auch dadurch nicht unter Druck setzen….keiner wird gleich den Kopp umme Ecke strecken und fragen was das soll 😉 und falls doch: bleib auf ’n Eiscafé und erzähl von Dir 😊 und kiek mal wedda rin!

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  3. Ich habe mir schon sehr lange abgewöhnt, anderen zu gefallen.
    Liegt wahrscheinlich daran, das ich seit meinem 10.Jahre Lebensjahr auf mich selber gestellt bin.

    Wem nicht passt was ich mache, sage oder schreibe, der kann das „Loch“ benutzen das der Zimmermann gelassen hat oder mich auf IGNO setzen.

    Es ist mir schlicht und ergreifend egal. 🙂

    Statistiken, was sind das? Zwänge die ich nicht brauche.

    Mein Leben gehört mir…
    Grüßle Chrissi

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  4. Lieber Seppo
    Mir geht es ähnlich. Die erste Leserin meiner Texte ist meine Lebensgefährtin. Auch wenn sie selbst nicht schreibt, schätze ich ihr Urteil. Während sie liest, gehe ich in einem anderen Zimmer auf und ab und warte, bis ich glaube, dass sie es gelesen hat. Manchmal ist ihr Urteil vernichtend oder ich erlebe es so. Vor allem, wenn sie sagt: Was soll das? Ich versteh den Text nicht. Was ist die Botschaft? Warum soll das jemand lesen? Und übrigens: Lass mich außen vor. Ich habe in deinen Texten nichts verloren. Selbst wenn du mir einen anderen Namen gibst, bin das immer noch ich. Da hilft alles nichts. Ich kann sagen, was ich will. zB. Schatz, das bist nicht du, das ist eine literarische Figur, der ich vielleicht und ohne mein Wissen Züge von dir geliehen habe. Mein Ich ist ja mit einem literarischen auch nicht identisch. Das Schlimmste, was einem, der schreibt, passieren kann, ist, dass Leser dich als Person mit dem Ich verwechseln, das sie kennen oder zu kennen glauben. Da kann ich mich noch so bemühen und in eine dritte Person, in eine erfundene flüchten, Es hilft nichts. Auch der Rat von Chrissi nicht wirklich, denn es ist mir „schlicht und ergreifend nicht egal“, ob meine Texte gelesen werden, Zustimmung oder Ablehnung hervorrufen oder nicht, Am liebsten wären mir ernst gemeinte Kommentare, bei denen ich das Gefühl habe, dass sich der/die Leserin mit dem Text auseinander gesetzt hat. So begnüge ich mit Likes, über die ich mich allerdings sehr freue, wie ich mich auch über jeden neuen Follower freue.Ich kommentiere allerdings auch nur selten. Darf und sollte mich also nicht beklagen-
    Was ich an deinem Schreiben schätze, Seppo, ist, dass du LeserInnen zum Dialog herausforderst. Das ist mir bis jetzt noch nicht gelungen.
    Liebe Grüße aus Wien

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  5. Hach scheint ne prima Mitbewohnerin zu sein…bloggen: bei den Handarbeiten fing das damit an das ich die tollen Sachen die ich so zusammengefunden habe teilen wollte, inzwischen ist es eher ein Projektblog, bei den Büchern wollte ich so ein bissle den Überblick behalten was ich gelesen habe, das wurde dann durchaus manchmal bisschen philosophisch und ich konnte Reflektieren über das gelesene und gleichzeitig üben Texte zu schreiben (also zusammenhängend Themen darbringen) sozusagen 😉 Prost

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  6. Motivation? Spaß am Schreiben
    Ziele? Irgendwann mit Mutti´s Bügeleisen Helium 3 Ressourcen auf dem Mond lokalisieren.

    Wer einen Allerweltsblog betreibt – ich nenne so etwas auch gerne „Tante Emma Laden“ – der sollte nicht nur das schreiben was dem Leser gefällt. Schon möglich, dass ich damit Besucher abschrecke, aber Besucherzahlen und PageRank waren eh nie so mein Ding. Das überlasse ich gerne den Spezialbloggern. Blogger, bei denen wir uns echte Informationen holen. 😉

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  7. Hallo Seppo, danke fürs Folgen! So bin ich auch auf Deinen Blog aufmerksam geworden, was sich schon mal gelohnt hat. Ich lechze auch nach Reaktionen meiner Testleserin und tu inzwischen so, als sei ich völlig cool und mit meinen Gedanken ganz woanders. Die Anonymität des Netzes, die Unterschiedlichkeit der Menschen, die dann einen Text lesen, nimmt jeder ihrer Reaktionen allerdings wieder einen großen Teil ihrer Bedeutung. Ich muss meine Texte mögen und das tue ich – bis ich sie zwei Tage später noch mal lese.

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  8. Eine Mitbewohnerin, die Deine Texte liest, sie sogar kritisiert?
    Toll!
    Social Networks? Grenzwertig. Illusorisch, rein virtuell.
    Sich abhängig machen von Zugriffszahlen?
    Och, nö.
    Kaffee mit Vanilleeis: Mmhmmm…✨
    Liebe Grüße von der Karfunkelfee

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  9. Ich mag Kaffee, Ich mag Eis, zusammengemanscht perfekt!
    Klassischer Eiskaffee wird sowiso überbewertet, dieser ist meist perfekt dekoriert mit Sahne und Kakaopulver etc.
    Da klingt der Kaffee-Eis Mansch besser (sollte es Kaffee-Eis Mansch sein??)

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  10. Ich blogge einfach das, was mich interessiert, sonst hätte ich schon gar keine Lust so viel Energie da hineinzusetzen. Ich lese unglaublich viel und Themen, die mich beschäftigen, verarbeite ich in Beiträgen. Ich steh aber noch am Anfang, freu mich, wenn die follower zweistellig werden (sollten), aber wenn nicht, kann ich das auch überleben.
    Ausserdem werden mir durch das Tippen Dinge klar, die vorher nur so als Idee herumschwirrten.

    Ich finde Dein lyrisches Ich (!) erfrischend….und macht neugierig, wie besagtes das Leben so meistert 😉

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  11. Zitat Seppo: Ich finde es immer schwierig, Satire als solche zu kennzeichnen. Dann ist es eigentlich nicht mehr witzig. Es ist ähnlich schlimm, als wenn jemand einen Witz ankündigt mit “Ich erzähle jetzt einen Witz”. Das ist das Ende der Pointe. Am schönsten ist es doch, der Adressat merkt gar nicht, dass es sich um Satire bzw. um einen Witz handelt.

    Denn vielleicht wird Satire deshalb gerne gekennzeichnet, damit keine Missverständnisse auftauchen, die das Ego des anderen berühren.
    Es war ein Witz. Kein guter aber zumindest auch keine Aussage über den Text. 🙂

    Zur Motivation… in Kürze: kotzen für die Seele.

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  12. Danke für dein Interesse an meinem Blog. Warum ich blogge? Weil ich mir sonst gar nicht alles merken könnte, was ich so gekocht habe.
    TestleserIn habe ich nicht. MIr zeigen die Zahlen danach, ob der Beitrag gut war oder nicht. Meine Rubrik „Gedanken über…“ erhält interessanterweise immer den wenigsten Zuspruch. Keine Ahnung warum. Vielleicht verrät es mir ja irgendwann mal jemand. Manchmal muss ich mir halt Dinge von der Seele schreiben, auch um sie für mich zu ordnen.

    Klar ist es toll, wenn viele lesen was man schreibt. Darauf mein Ego aufzubauen wäre aber der virtuellen Welt für meine Persönlichkeit und mein Wohlbefinden zu viel Gewicht geben. Will ich nicht, hatte ich schon, brauch ich nicht mehr. So dachte ich. Und bin dann doch enttäuscht, wenn ein Beitrag keinen Beifall findet. 😉

    Und ich stehe auf RICHTIGEN Eiskaffee. MIt Sahnehäubchen, Kakaostäubchen und Eiskügelchen. Jawollja!
    LG, Britta

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  13. Ach, jetzt habe ich meine Antwort gelöscht? Das passiert mir in all den Jahren – ich blogge seit 9 Jahren – immer wieder. Viele meiner Blogs sind gelöscht, weil sie mir inhaltlich nach gewisser Zeit zu deppert waren. Eitel war ich als Bloggerin nie – habe nur belustigt dem Zirkus zugesehen. Trotzdem was mir aus meiner intensiven Bloggerzeit geblieben ist – viele nette virtuelle Freunde, die ich sehr schätze und deren Blogs ich ab und zu besuche.
    Warum ich jetzt wieder blogge – weil ich mich an die Plätze der Kärntner Urlaubswüste erinnern will.

    Hege und pflege deine kritischen Leser!
    Schau nie auf Zugriffsdaten, blogge gemäß „ich schreibe, also bin ich“.
    Wer viel Traffic mag: Kochrezepte sind ein all-time-high, auch wenn du nur Dosenfutter aufwärmst, ein schönes Foto dazu und alle kreischen vor Verzückung.
    Man liest sich!

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  14. Ich erkenne mich in deiner Mitbewohnerin wieder. Mein Mitbewohner bekommt hinsichtlich seiner malerischen Kunstwerke bzw. Nicht-Kunstwerke auch oft genug sein Fett weg. Aber morbide bleiben sie dennoch immer. Gegen den grundlegenden Stil (oder den eigenen Humor) kann man nun einmal doch nicht kritisieren, find ich.

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  15. Gelungener Artikel, Kompliment =)
    Ich gebe dir auch vollkommen recht! Nachdenken stört den Fluss des Schreibens und zerstört jegliche Kreativität. Ich lese lieber einen „lebendigen“ Blog als einen perfektionierten. Und – wer es allen recht will machen, geht zuletzt sich selbst verloren! Liebe Grüße

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  16. Ich blogge, weil ich gern schreibe. Außerdem kann ich so Freunde und Familie über mein Leben auf dem Laufenden halten, ohne jedem das Gleiche in Emails schreiben oder am Telefon erzählen zu müssen. Da ist dann Zeit für privatere Dinge. Und vielleicht blogge ich auch, weil ich damit meinen Missionseifer auslebe, der für eine Religion nicht ausreicht, aber für einen unterschätzten Landstrich wie Apulien schon. 😉

    Beschimpfungen, wie sie dir zugestellt wurden, kann ich nicht nachvollziehen. Weglesen ist doch nun wirklich noch leichter als weghören. Leider kommt nicht jeder mit Satire oder Ironie klar, was meiner Meinung nach ein Zeichen von geistiger Beschränktheit ist, aber die muss man dann nicht auch noch demonstrieren.

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  17. Hat dies auf laechelnschenken rebloggt und kommentierte:
    Warum ICH schreibe

    Nur so dazwischen geschoben. Eigentlich stecke ich gedanklich noch in Köln bei der Gamescom fest oder schon wieder in den privaten, großen Kleinigkeiten, die der Kalender wieder ohne mich eingeplant hat.
    Deshalb ist heute genau nicht der Tag, um übers Schreiben nachzudenken. Keine Zeit. Und genau das ist auch der Grund, warum ich es gerade tue.

    Grund 1: Verdrängen

    Immer wenn ich EIGENTLICH etwas zu tun hätte, greife ich seit Jahr und Tag zum Stift oder eben zur Tastatur. Was gibt es Schöneres als sich Gedanken über Dinge zu machen, die so gar nichts mit der morgigen Klausur zu tun haben? Und es hilft, kein Scherz.

    Grund 2: Ich denke, also schreib ich.

    Klingt überhaupt nicht prätentiös, ich weiß. Aber angefangen hat es als kleiner, laktoseintoleranter Drei-Käse-Hoch mit sieben oder acht Jahren, als ich mit manchen Enden von „Wiki und die starken Männer“ nicht klar kommen wollte. Es war mir zu langweilig oder zu traurig oder oder oder.
    Die Details sind vergessen. Ich habe damals begonnen, abends vor dem Einschlafen die Geschichten umzudenken, im Kopf fortzusetzen. Mit Spielfilmen und Prosa geht es mir heute noch so und die blühende Fanfiction-Gemeinde beweist mir, dass ich kein völliger Sonderling bin.

    Als ich dann auch mehr als einen sinnvollen Satz schreiben konnte, habe ich auch eigene Geschichten entwickelt. Auf das Tagebuch führen und in Kommentaren predigen, bin aufmerksam geworden, weil kreatives Schreiben reifen muss. Es braucht Zeit, bis eine Geschichte fertig ist, alsp lesebereit.
    Hier darf man frei von der Leber weg schmettern, kann an die Nieren gehen, auf den Magen schlagen. Morgen ist ein neuer Tag und der Post von gestern ist fast wie der Schnee des letzten Winters. Vergessen. Zeitlose Beiträge stehen für immer und können einen für immer mit ihren kleinen Mängeln in den Wahnsinn treiben.

    Grund 3: Meinungsaustausch

    Anders als viele habe ich leider keinen Testleser zur Hand. Schreiben ist schon ein Selbstzweck geworden, ein Ventil um Wut zu verarbeiten oder Freude für immer aufs Papier zu betten. Aber wenn man dann doch ein Urteil von anderen wünscht, bleibt nur der Gang nach draußen, manchmal führt er nach Canossa, manchmal in den Honigtopf. Der Mittelweg ist wie immer der beste, aber so objektiv muss ein Fremder dann mal noch sein. Man möchte dem Internet der Shitstorms und Flames ja nicht zu viel abverlangen.

    Gefällt 2 Personen

  18. […] und ausprobieren. Auch im Alleingang mit ‘nem bisschen “Jetzt erst Recht!”. Meine Mitbewohnerin ist die beste Kritikerin. Weil sie nicht alles toll findet, aber auch nicht alles scheiße. Und sie ist […]

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  19. Motivation : eine weitere Art mit der Welt in Kontakt zu treten, ohne großes Risiko und ohne direkte, unausweichliche Reaktion körperlich spürbarer Art. Möglichst keine Selbstzensur und Anpassung an vermutete Erwartungen, im menschlich und moralisch akzeptablem Rahmen ist alles erlaubt, auch Langeweile und Banalität, das entspannt doch ungemein.

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  20. Jetzt muss ich mir den Griff ins Klo ähh den Kacktitel wohl auch mal reinziehen. Ohwei, es ist ansteckend, ich muss mal ähh ich laber jetzt auch nur noch Scheiß – mehr als sonst – wollte ich sagen. Hoffentlich liest das hier keiner. Das ist mein zweites Ich, mein Teufel auf der Schulter. Over and out.

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