Vor- und Nachteile des Internets

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Das seppolog konnte in diesen Tagen das Unternehmen „Theppo’s Güterproduktions GmbH“ als Sponsor gewinnen. Natürlich darf die Darstellung des Betriebes hier nicht die redaktionellen Inhalte verdrängen, doch da ein Blog ein Medium im Hybridmedium Internet ist, spreche ich mit Firmengründer Theodor Theppo über Vor- und Nachteile des Internets.

Mr. Theppo, die Frage sei erlaubt: Warum gibt es eigentlich kein öffentlich verfügbares Foto von Ihnen?

Nun, Seppo, zunächst mal ist es doch so, dass gerade Bilder in Zeiten der Dominanz von Bildmedien maßlos überschätzt werden. Ich sehe da noch viel Aufholbedarf für die Abstraktion aus dem Bild in das Bild. Und ganz nebenbei: Auch Sie werden wissen, dass es als in der Öffentlichkeit stehender A-Promi recht erfrischend sein kann, ein eher unbekanntes Gesicht auf Kopfhöhe zu tragen.

Das weiß ich leider nicht, ich werde nach wie vor nicht auf irgendwelchen Straßen erkannt. Kommen wir zu Ihrem Unternehmen, das jedem von Kindes Bein auf ein Begriff ist. Während immer mehr Unternehmen sich spezialisieren und eher die Form des Konglomerats ablehnen, ist die „Theppo’s Güterproduktions GmbH“ eher ein bunter Gemischtwarenladen. Wie verträgt sich das mit den modernen Zeiten?

Mein lieber Seppo. Es steht doch wohl ganz außer Frage, dass ich einer der Guten bin. Und ich will dem Menschen das Gute. In allen Lebenslagen.

Sie fokussieren sich nun zunehmend auf das Internet. Es heißt, Ihr Sohn und womöglich Ihr Nachfolger Thorsten Theppo habe sie dazu gedrängt.

Mein lieber ausländischer Freund, dass Sie hier den Konjunktiv benutzen, ehrt sie, doch wenn Sie sagen „Es heißt, dass …“, liegt Ihnen die Information, die Sie in den Konjunktiv setzen, ja bereits vor und können daher im Indikativ verbleiben.

Also Ihr Sohn hat sie dazu gedrängt.

Wissen Sie, Ihre Generation hat sich in einer beängstigenden Weise vom Internet abhängig gemacht. Den Fehler machen immer mehr Wirtschaftsunternehmen. Wir hingegen glauben nach wie vor, dass die Nachteile des Internets, das im Übrigen schon die Alten Römer in Ansätzen kultiviert hatten, überwiegen. Ein Beispiel. Da sitze ich in meinem Büro, das nebenbei erwähnt um ein Hundertfaches größer als das Ihrige ist, und stoße auf eine zugegebenermaßen nicht ganz uninteressante Seite. In einem man nennt es wohl Chat-Raum mit Kameraüberwachung bietet mir eine Dame mit Namen „Milf“ an, sich rasch zu entkleiden. Und da auch ich ein ganz normaler Mensch bin, gehe ich auf das Angebot ein. Doch Milf verlangt plötzlich, dass ich mich ebenfalls entkleide. Das also meint der Pluralismus im Netz?! Entkleide Dich, dann entkleide ich mich?! Wir saßen also nun blank da und Milf wurde recht unanständig. Das konnte ich mir nicht vorwerfen, da es ja ihre Entscheidung war. Es war aber nicht ihre Entscheidung, dass im gleichen Moment Tina, meine persönliche Assistentin mein Büro betritt und mich da nun mit runtergelassener Hose sitzen sieht.

Ich nehme an, dass Sie zu Tina, die ich gestern Abend ja ausführlich kennenlernen durfte, ein sehr vertrautes Verhältnis haben. Sie arbeiten seit rund drei Jahrzehnten zusammen.

Eben. Und natürlich weiß Tina, wie ich mit runtergelassener Hose aussehe. Neu war für sie die Kombination mit der Dame aus dem Internet namens Milf. Und während ich da so entbößt saß, kam Thorben herein.

Ihr Bruder und engster Berater.

Thorben hatte mich das letzte Mal in Kindheitstagen mit runtergelassener Hose gesehen. Für ihn war der Anblick also doch recht neu. Anders als Tina jedoch kannte er bereits die Frau aus dem Netz, Milf.

Ich könnte mir vorstellen, da herrschte dann ein großes Hallo!

Nun ja, man merkte, dass Thorben und Milf sich offenbar sehr nahestanden. Milf erkannte Thorben sofort und verlangte die Eingabe seiner Kreditkartennummer, da ein virtueller Dreier wohl teurer sei. Und genau das sind die Tücken des Internets, die mich bewogen, mich dem fernzuhalten.

Da wir die optimale Wörteranzahl von Blogartikeln gerade überschreiten, biete ich Ihnen an, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Ich habe da interessante und völlig neue Argumente rausgehört, die gegen ein Engagement im Internet sprechen. Mr. Theppo, vielen Dank für das Gespräch.

Soll ich meine Hose jetzt wieder hochziehen?

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