Das Alter kommt später, als wir glauben.

Ich werde nun bald ein Jahr älter. Wobei das so nicht ganz richtig ist, denn um einen Teil dieses zusätzlichen Jahres wurde ich ja schon in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten älter. Irgendwann kommt eben der eine Tag, an dem man einen Tag älter wird, und der addiert sich auf jene Tage, die sich seit den 364 zurückliegenden Tagen kumuliert haben, womit das Jahr dann voll wird.

Natürlich bleibt noch genug Zeit für unvorhergesehene Ereignisse, die diesen Tag vereiteln könnten: plötzlicher Herztod, Lungenembolie, Schlaganfall, Autobus oder Atomschlag. Doch jeden Tag davon auszugehen, ist blöd, denn man ärgert sich, wird man plötzlich und unerwartet 90 und mehr Jahre alt.

Der eigene Tod ist für einen selbst ja nur dann schlimm, wenn er sich hinzieht, wohingegen ein plötzlicher von den Angehörigen als ungünstig empfunden wird. Einen plötzlich sich hinziehenden Tod gibt es nur dem ersten Anschein nach nicht, scheint er doch paradox zu sein. Tatsächlich aber ist er dann der Fall, wenn das plötzliche Sterben plötzlich abbricht und sich hernach durch ein zähes hinzieht. Womöglich tritt im Hintergrund das Schicksal noch einmal in Last-Minute-Verhandlungen mit einem Schöpfer oder ähnlichem. In diesem Zusammenhang verweise ich übrigens auf meinen Lieblingstext (aus meiner Feder), auf den zähen Tod.

In meinem Umfeld erlebe ich viel Hadern mit dem „Altern“. In Anführungszeichen daher, weil mein Umfeld in etwa mein Alter hat und somit auf niedrigem Niveau altert. Dennoch gehen derzeit viele auf die 40 zu, was bei Frauen nicht einmal die statistische Lebensmitte bedeutet, während der Mann seine mit 40 bereits überschritten hat. Ich übrigens noch nicht, aber was hilft Statistik, wenn man selbst zu Ausreißern gehören sollte – sei es durch frühen oder späten Tod?! Ungern nur würde ich mich denen anschließen, die den Altersdurchschnitt nach unten reißen. Doch wir haben darauf kaum Einfluss, ich kann mir nicht einmal sicher sein, dass ich noch die Cait habe, diesen Text zu vollenden, bin aber guter Dinge.

Dass Frauen mehr mit dem Altern hadern – geschenkt. Eine Litanei, die ich inzwischen überhöre, weil es albern ist. Auch Frauen sind mit 40 nicht alt. Sowohl Mann als auch Frau bekommt Falten, doch leider gelten die bei Frauen – ob im Gesicht oder sonstwo – als weniger attraktiv, während sie dem Manne mitunter Attraktivität verleihen, die er vorher vielleicht gar nicht hatte. Das ist natürlich ungerecht, an dieser Stelle aber nicht zu ändern, und nicht ich sage das, sondern das ist mein Eindruck der öffentlichen Meinung. Und das Schicksal meint es noch mieser mit den Frauen, wenn es um das Ergrauen geht. Dem Mann verleihen graue Strähnchen das gewisse Etwas (habe ich mir sagen lassen), die Frau – nicht jede freilich – färbt dagegen an, was aber auch Männer mitunter tun.

Mir wurde häufig gesagt, ich färbte meinen Bart. Dem ist nicht so (Ich wüsste auch nicht, warum ich ihn mir braunrot färben sollte) und inzwischen kann ich auch auf etwa zehn graue Barthaare verweisen, die offenbar der zarte Anfang meines Ergrauens darstellen, womit ich aber gut leben kann. Allerdings ist mein Eindruck, dass ausgerechnet die grauen es sind, die besonders dick daherkommen, um waagerecht von meinem Gesicht abzustehen. Das könnte vielleicht noch zum Problem werden. Für mein Haupthaar erwarte ich keine Transparenz, da es mir, bevor es so weit ist, ausgefallen sein wird. Es ist jetzt schon sehr übersichtlich auf meinem Haupt verteilt, was mir aber ebenfalls lungo ist, rasiere ich den verbleibenden Rest dann einfach irgendwann ab. Denn Glatze trug ich bereits 17 Jahre lang. Leider, und auch das tut mir leid, ist eine Glatze bei Frauen ebenfalls weniger attraktiv als bei Männern, was natürlich keine zu verallgemeinernde Meinung sein soll, es gibt vermutlich auch Männer, die auf die weibliche Kopfhaut stehen, aber ich kann hier unmöglich jeden Individualfall erwähnen!

Auch Männer hadern mit dem Älterwerden, was ich verstehen kann, wenn es beispielsweise schwierig wird, sich aus der einmal eingenommenem Sitzposition zu erheben. Stehe ich aus einem Sessel auf, stöhne ich inzwischen auch. Das tat ich aber schon mit 25. Steht hingegen mein Vater aus seinem Sessel auf, betätigt er vorher einen Schalter an diesem, sodass ein Motor ihn leicht aus dem Sitzmöbel „kippt“. Zum Aufstehen braucht es im Alter also einen solchen Motor und vielleicht noch einen „Golf plus“, den mein Vater fährt.

Mit 80 kann man das Älterwerden dann wirklich bedauern, zumal der Horizont dann ja bedrohlich nahekommt. Mit 80 würde auch ich nichts mehr schönreden und nicht mehr unbedingt in die Ferne planen. Aber mit nicht einmal 40 Jahren das Alter bedauern?! Das ist grotesk und ich nehme es auch nicht jedem ab.

Sprüche wie „Man ist so alt, wie man sich fühlt“ sind ebenfalls albern, denn man ist in der Regel so alt, wie es sich aus dem individuellen Geburtsjahr ergibt. Fühlte ich mich wie 30, obwohl ich deutlich darüber liege, wäre die einzige Erklärung die, dass ich mein Fühlen fehlinterpretiere. Dem sich Jüngerfühlen liegt der kuriose Denkfehler zugrunde, dass man sich mit 50, 60 oder 70 automatisch alt fühlen müsste. Warum sollte das so sein?! Und ist es per se falsch, sich alt zu fühlen?! Warum ist das negativ konnotiert?! Das Älterwerden hat offenbar einen schlechten Ruf, der hier und da einhergeht mit einem Jugendwahn, der in großen Teilen aber nur herbeigeredet wird. Im Fernsehen beispielsweise kann ich die ganzen pseudohippen Fressen nicht mehr sehen, die große Showformate nur deshalb moderieren, weil sie jung sind. In den USA beispielsweise, von denen wir ja viele Trends übernehmen, verhält es sich komplett anders, dort gibt es sie noch, die alten Showhasen. Mir ist zum Beispiel völlig schleierhaft, warum nicht Harry Wijnvoord die Neuauflage von „Der Preis ist heiß“ moderiert! Aber Jugendwahn kann man „RTL plus“ in seiner Entscheidung auch nicht unterstellen …

Ich muss das allerdings auch so sagen, um mein eigenes Tun zu rechtfertigen, da ich selbst keine junge Fresse mehr bin. Ich erlebe im TV junge, magersüchtige Mädels, die nicht einmal vom Prompter ablesen können, weil sie noch Botox in den Augen haben. Die zwar nett lächeln, aber eben nicht authentisch sein können, denen ich nichts von dem, was sie sagen, abnehme. Und natürlich gilt das auch für das männliche Pendant, dann meist aber ohne Botox. Das führte derweil dazu, dass Doofsein, und zwar echtes Doofsein, einen nach ganz vorn bringen kann.

Aber es gilt auch, dass jung, blond und magersüchtig keine hinreichenden Gründe sind, nicht im Fernsehen arbeiten zu dürfen!

Um aber fair zu bleiben, erwähne ich gerne, dass es nach wie vor gute Moderatoren gibt, die ihren eigenen Stil durchsetzen, sich von der Masse absetzen können. Komme gerade nicht auf den Namen … irgendwas mit S … so ein seltsam finnischer Name … unbekannt trotz Funk und Fernsehen …

Ich kann einige Freunde im oben erwähnten Umfeld nicht verstehen, die mit dem Altern hadern. Ich vergesse regelmäßig, wie alt ich bin, muss immer wieder nachrechnen. Kürzlich erst festgestellt, dass ich noch gar nicht 39 werde, wie ich lange Zeit dachte. Mein Alter ist mir schlicht egal, zumal ich auf einen Trend baue, den ich diesseits meines 20. Lebensjahres Jahr für Jahr neu feststelle: Mir ging es nie besser als zum jeweils derzeitigen Zeitpunkt. Im Gegenteil: Keinesfalls will ich noch mal 16, 25 oder 30 sein! Gerade meine Jugendzeit empfinde ich als ein albernes Dasein, da ich für mich – und ich kann da ja wirklich nur für meine Person sprechen – erst ab 34 etwa zu dem geworden bin, für das ich mich halte. Alles davor war eine offene Betaphase, die sicherlich ihre Berechtigung hatte.

Freilich stelle ich Unterschiede in beispielsweise meinem Feierverhalten fest, das vor zehn Jahren noch anders aussah als heute. Ein Samstagabend auf dem Sofa zusammen mit meiner Mitbewohnerin hat enorm an Wert für mich gewonnen, da wird schon mal zugunsten der Couch abgewägt, was aber nicht Standard ist; morgen beispielsweise gebe ich Captain Morgan den Vorzug. Was ich auch Montag noch spüren werde. Das muss man leider akzeptieren. Diesen einen Punkt. Dass einem der Körper montags noch den Samstagabend übelnimmt. Das war bei mir nicht immer so und ich gehe mit Sport dagegen an.

Überhaupt setze ich seit rund 15 Jahren viele Hoffnungen in meinen Sport. Als ich damit begann, schien es mir mit nicht einmal 25 als sehr albern, dann schon in die Lebensqualität im Alter zu investieren. Nun aber finde ich das gar nicht mehr so abwegig, den Plan zu verfolgen, auch mit 80 noch einen Sessel ohne technische Hilfsmittel verlassen zu können. Das ist natürlich eine Wette ins Blaue hinein, da ich auf inzwischen zahlreiche Sportunfälle verweisen kann, in die gerne auch Hanteln verwickelt sind. Fällt mir so ein Teil auf den Kopf, komme ich schon mit 39 nicht mehr hoch, dann ist Feierabend und die Wette verloren, sieht man davon ab, dass man seinen Zustand im Alter ja nicht vollumfänglich in der Hand hat.

Die 40 macht mir keine Sorgen, die 50 auch nicht. Die 60 muss ich mir ansehen, halte aber auch die mitnichten für alt. Und wenn dann mal jemand mit 60 stirbt, heißt es plötzlich:

„Alt ist er aber nicht geworden.“

43 Kommentare

  1. Gute Gedanken zum Alter …ich hatte vor kurzem einen rubden Geburtstag…als ich boch jünger war …fühlte ich mich an den runden Geburtstagen alt….nur wegen der Zahl…heute fühle ich mich gut …egal welche Zahl vorne dran steht ! Sich zuviel Gedanken übers älterwerden zu machen ist für mich Zeitverschwendung .Alt wird man von alleine auch ohne dran zu denken und wenn nicht …dann denkt man eh nicht mehr .
    l.g.Anja

    Gefällt 3 Personen

    • Zitat: “ Und ist es per se falsch, sich alt zu fühlen?! Warum ist das negativ konnotiert?!“

      Mit fast 80 Jahren fühle ich mich alt, was mich aber überhaupt nicht stört.
      Siehe dazu auch mein Forum: Wir Alten 3.0! – Ein niveauvoller Treffpunkt für die ältere Generation.
      Wir nennen uns gern „die Alten“ – aktiv sind wir trotzdem! Vielleicht können wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Bezeichnung „alt“ wieder salonfähig wird. (http://forum.wir-alten3.0.isthier.de)
      Hoffentlich wird mein Kommentar nicht als Schleichwerbung für Alte angesehen. 🙂
      Gruß
      Fred

      Gefällt 2 Personen

  2. Ich kann Dich verstehen, Seppo. Mir gefällst Du, egal ob mit viel oder wenig Haar. Bin Ü50 und fühle mich manchmal ziemlich alt und manchmal deutlich jünger. Das ist OK für mich, solange es sich erfreulich abwechselt :). Viele liebe Grüße, Jutta.

    Gefällt 1 Person

  3. Lieber Seppo,
    ich werde in diesem Sommer 59. Zwei Männer, beide 10 Jahre älter als ich, fahren derzeit ein Auto mit hohem Einstieg. Ich habe mir einen Löwen mit Klappverdeck gekauft, noch komme ich nämlich gut in dieses Auto hinein und aus ihm heraus. Damit das so bleibt, mache ich Feldenkrais. Und auf die BMW komme ich auch noch ganz gut 🙂
    Mit dem Pilotenschein wird es vielleicht nichts mehr werden. Es sei denn, der Lottoschein, den ich gleich noch ausfüllen werde, beschert mir einen Haufen Geldes. Und wenn schon; vor kurzen habe ich eine Schnupper-Flugstunde gebucht und dem Fluglehrer so ganz nebenbei, während ich die Maschine steuerte, Wollseifen gezeigt und ihm die Geschichte erklärt. War eine tolle Sache.
    Wenn ich jetzt stürbe, sagte ich, dass ich ein gutes Leben gehabt habe. Und im Leben geht es mir jetzt gut. Mehr will ich nicht. Und wenn ich so etwas mache wie eine Flugstunde nehmen, bin ich plötzlich alterslos. Das kannst Du hier: https://briefeanthorsten.wordpress.com/2017/03/18/voel-lig-los-gehe-loest/ nachlesen.
    Ich wünsche Dir ein gutes Jetzt und dass das noch lange dauert 😉
    Uwe

    Gefällt 1 Person

  4. Frauen werden demnach schon mit 27 alt, denn seitdem fahre ich einen Golf Plus.
    Ich weiß gar nicht, was ihr alle gegen die höheren Autos habt. Davon mal abgesehen, dass sie auch super Familienautos abgeben, weil es einfacher ist die Kiddies in ihre Sitze zu befördern, sind sie auch für alle anderen bequemer und trotzdem schlanker und sparsamer als die ollen SUVs sind, die noch Höher sind und wohl nur auf Grund ihrer Bulligkeit als „cool“ angesehen werden.

    Ich runde dieses Jahr und werde -nach regionalem Brauch- so alt, dass ich Kliniken putzen müsste…. Muss dringend in den nächsten 5 Monaten heiraten.
    Nur wen?!

    Gefällt 5 Personen

  5. Alter war mir immer unwichtig, eben nur Zahlen. Die Achtzehn war wichtig wegen des Führerscheins. Aber klar ist, dass die Zeit unweigerlich abläuft, auch ohne Unfall. Das ist zumindest ärgerlich, wenn man noch so viel vorhat.
    Mit dreißig hatte ich oft aufgrund einiger Ereignisse so starke Rückenschmerzen, dass ich mich am Morgen wie achtzig und scheintot fühlte, bis ich wieder einigermaßen aufrecht stehen konnte. Mit dreiunddreißig war ich so jung, frei, arm und glücklich wie nie zuvor. Mit achtundfünfzig hab ich zum ersten Mal Paragliding gemacht.
    Was mich jedoch nervt, ist die Reduzierung auf das Alter, seit ich sechzig wurde – speziell von Gleichaltrigen. Sätze wie: „Wann hörst du denn endlich auf mit diesem Zeug? Du musst doch keinem mehr etwas beweisen.“ „Was interessiert dich das noch? Das hat doch mit dir gar nichts mehr zu tun.“ usw. Warum muss ich mich ständig rechtfertigen für Dinge, die mir Spaß machen oder den Willen, etwas zu verändern? Ich bin im Alter genauso wenig gewillt, mich für die Vorstellungen anderer zu verbiegen, wie ich es in meiner Jugend war.

    Gefällt 6 Personen

      • Also einige scheinen das wirklich so zu sehen und es auch zu begrüßen. Wie oft hab ich schon gehört, dies und jenes muss ich jetzt nicht mehr mitmachen, ich bin jetzt alt. Als sei das ganze bisherige Leben eine einzige Verstellung oder Ansammlung unerfreulicher Ereignisse und Pflichten gewesen. Ei ja, gut, wenn sie es denn so empfinden. Aber lasst mich damit in Ruhe. Zu fast keiner Zeit – außer manche in der Jugend – kann man so viele – berechnete – Wagnisse eingehen wie dann, wenn im Ernstfall Kinder, Enkel und sogar Mann auch allein zurecht kommen könnten. Da er aber alles mit mir zusammen machen will, ist nicht verbrieft, dass er weniger Schaden nehmen würde. Ich leg`s ja auch nicht darauf an, aber passieren kann immer was.

        Gefällt 2 Personen

  6. Ist älter werden ungerecht? Ich finds einfach nur lästig manchmal. Du kannst halt überhaupt nichts dagegen tun Falten zu bekommen, Probleme mit Gelenken, sonstige Wehwehchen und noch lästiger sind die Vorsorge-Untersuchungen, die dann so ab 50plus angeraten werden. Obwohl du dich nicht alt fühlst, wird dir bewusst, jetzt geht’s los, das Verfallsdatum rückt näher 😡 Das wiederum erträgt man nur mit Humor 🤡 und Gelassenheit. Als ich in deinem Alter war, bekam ich zwei Kinder und habe echt keinen Gedanken an das Alter verschwendet! Jetzt lohnt es sich auch nicht, denn ich bin ja schon alt und was soll ich mich ärgern, dass ich kürzlich schon wieder Geburtstag feiern musste. Ich hab‘ einfach Wichtigeres zu tun als ständig über „mein Alter“ nachzudenken. Erst, wenn ich nicht mehr radeln, wandern, tanzen, lieben, lachen, reisen und Auto fahren kann, ja dann ist’s vorbei mit mir. Möge dieser Zeitpunkt noch in ferner Zukunft liegen! In diesem Sinne herzliche Grüße, Sigrid

    Gefällt 2 Personen

      • Jetzt werd‘ ich doch alt 😱 oder ich schreib grade zu viel ….. Dachte dein Blogtitel heißt „Von der Ungerechtigkeit des Älter werdens“ und jetzt lese ich grade was ganz anderes. Aber ich bleib sowieso dabei. Älter oder alt werden ist einfach nur lästig, weil die Zeit einfach nicht aufzuhalten ist. Ich denk da immer an das Bild von S.DALI … fließende Uhr. 😇

        Gefällt 4 Personen

      • Ignorieren hilft nichts, wenn du z,B. wie ich so starke Knieschmerzen hast, dass du froh bist einen Termin beim Orthopäden zu bekommen – hat aber nix mit Vorsorge zu tun, sondern mit Verschleiß – leider! Sport kann ich erst wieder treiben seitdem ich dieses Problem im Griff habe!
        Andererseits: Es gibt – meiner Meinung nach – sinnvolle Vorsorgeuntersuchungen – z.B. Darmkrebs – Warum also ignorieren? Kürzlich starb eine Freundin mit 61 daran!
        Das macht nachdenklich! Aber ansonsten gehe ich auch nur, wenn ich unbedingt MUSS. Schönen Abend!

        Gefällt 2 Personen

        • Das war dann auch ein sehr einschneidendes, schmerzhaftes Erlebnis. Meine Einstellung ist sicher nicht übertragbar und ich würde auch niemandem zum gleichen Verhalten raten. Ich hab halt für mich die Erfahrung gemacht, dass ich selbst am besten spüre, wenn etwas nicht stimmt. Dann würde ich auch nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen. Ich habe fast neun Jahre lang ein schwerkrankes Kind gepflegt, habe so viele letzten Endes sinnlose Quälerei miterlebt, so hart gegen falsche Behandlungen gekämpft, dass ich mich bestimmt nie wieder in ein Krankenhaus begeben werde, außer um Angehörige zu begleiten. Keine Frage, dass ich in diesem Fall jede Unterstützung bieten werde. Meine Einstellung und Entscheidung ist – auch nicht übertragbar – dass es vorbei ist, wenn meine Zeit gekommen ist, ganz gleich, was ich tue. Und ich habe das Gefühl, dass es noch lange nicht soweit ist.

          Gefällt 2 Personen

        • Du glaubst gar nicht wie gut ich das nachvollziehen kann, da ich diese Erfahrungen – Krankenhaus, fragwürdige Behandlungen usw. – aus eigener Erfahrung kenne (will hier nicht näher drauf eingehen), aber ich werde noch gebraucht, gerade von einem engen Familienangehörigen und da bin ich bereit, gewisse Vorsorgeuntersuchungen in Kauf zu nehmen.
          Allerdings hat das doch alles auch gar nichts mit „Alter“ zu tun. Es gibt Leute, die rennen ihr Leben lang wegen jedem kleinen Hustenreiz zum Arzt und andere – zu denen gehöre ich auch – gehen erst, wenn es nun wirklich nicht mehr anders geht, so dass ich schon Vorwürfe deshalb hören musste. Ich bin wirklich glücklich und dankbar, dass ich mich guter Gesundheit erfreuen darf, auf die ich aber auch sehr sorgfältig achte, denn wenn’s nach mir geht, dann bleibe ich einigermaßen fit, fröhlich und gesund bis ich eines Tages einfach tot umfalle! Das wünschen wir uns doch alle! Liebe Grüße! Sigrid

          Gefällt 4 Personen

  7. „Oben klar und unten dicht, mehr wünsch ich mir fürs Alter nicht“ fiel mir gerade ein und so ist es. Die Jahre gehen zwar dahin, aber die Erfahrungen die man gemacht hat-positiv wie negativ- haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Und unser Ende können wir meistens eh nicht selber bestimmen, weder die Art noch den Zeitpunkt, also ist es immer besser, nicht zu sagen“ das mach ich irgendwann“, sondern es gleich zu machen. Ich bin nun fast 44 und mein Sohn findet das sehr alt…. 😁 aber ich finde das nicht.
    Schönes Wochenende cherio

    Gefällt 6 Personen

  8. Ich mußte schmunzeln und auch ein wenig schlucken.
    Ja, in Deinem Alter habe ich ähnlich gedacht.
    Nun bin ich 48 und noch am leben. Erstaunlich. Vor allem, dass mich vorher keiner erschlagen hat. ;o)
    Und ich hatte im Leben selten die Möglichkeit, unbeschwert und unbedarft Kind, Teenie, Heranwachsender sein zu können; mußte zu früh zu viel aushalten, erledigen, an Verantwortung tragen, was auch einem „Erwachsenen“ das Genick gebrochen hätte.
    Nun, mit bald 49 habe ich zum ersten Mal das Glück „klein“ sein zu können.
    Und ich geniesse es.
    Da ist manchmal diese kleine fragende Stimme im Hirn, ob sich das „ziemt“, für eine Frau meines Alters. Ob die Leute mich nicht für völlig kindisch halten.

    Und dann guck ich auf mein Leben und bin mir sicher: Es ist nie zu spät, für eine glückliche Kindheit.

    Vielleicht sprechen wir mal darüber, wenn Du 48 bist und ich mit meiner geriatrischen Tastatur noch tippen kann. :o)

    Gefällt 1 Person

  9. Ich bin vor einigen Wochen 50 geworden. Und war erstaunt, dass diese Null mich irgendwie doch beeindruckt hat, die anderen angeblich für Frauen so mit Schrecken behafteten taten dies nicht. Keine Ahnung, warum das so war, aber ich kann sagen, mittlerweile habe ich mich an sie, die fünfte Null, gewöhnt. Und dass mir seit kurzem beim Aufstehen aus der Hocke das linke Knie wehtut, vergesse ich zum Glück auch gleich wieder, wenn ich oben bin 😉

    Gefällt 5 Personen

  10. Ich, Frau und 51 Jahre alt, mache mir über mein Alter keine Gedanken. Na und?…… Den ganzen Zirkus den die Mädels so treiben mache ich nicht mit. Das hat natürlich Folgen. Ich bin in Mädelkreisen nicht mehr gern gesehen. Das ist mir auch egal. Das hat wieder Folgen. Meine Freunde und Kumpels sind alles Männer, es ist keine Frau dabei. Ich bin meist die einzige Frau in einer Männergruppe. Die Jungs akzeptieren mich so wie ich bin und das ist schön so. Das führt natürlich wieder zu Neid bei den Mädels…… waaaas? wieso lernt die olle immer wieder neue Kerle kennen. Tja das ist so, ich mag nun mal Jungs und das Alter spielt keine Rolle. Klar denke ich auch über den Tod nach, aber für mich als Christin geht das Leben nach dem Tod weiter. Die Seele stirbt nicht. Ist doch toll. Ich mag das Leben und altern ist mir wurscht. /// So Mädels und jetzt spritzt mal schön euer Botox, aber ohne mich. ///

    Gefällt 3 Personen

  11. Uwes (ich verstehe ihn als) Vorschlag bzgl. Feldenkreis kann ich (ebenfalls als Vorschlag) deutlich empfehlen. Keine vielleicht ein wenig zum Sadismus neigende Krankengymnastin lässt einen sich an illustren Geräten abquälen, nein, man wird sanft bearbeitet, und die eigene Motorik wird einem bewusst gemacht. Ask your lokal Physiotherapeut.

    Gefällt 1 Person

  12. werde jetzt auch 44 😳, würde es aber auch vergessen, wenn ich nicht drauf angesprochen würde… Dein Artikel spricht mir aus der Seele. P.S. graumelierter Haare und Bart machen einen (Mann) auf jeden Fall attraktiver, wogegen ich bei mir natürlich nichts einzuwenden habe.

    Gefällt 1 Person

  13. Seppo, du junges Ding! Weißte, ich kenne 20-jährige mit der Lebenseinstellung von wirklich verknöchert-spießigen Mittfünfzigern…anstrengend. Dann gibt es noch die 50-jährigen, die nicht loslassen können, die gerne hätte, dass die Zeit für alle, nur nicht für sich selbst weitergeht (damit sie heimlich oder unheimlich mit dem Finger auf alle Gleichaltrigen zeigen können und „ÄtschBätsch“ rufen). Und dann gibt es noch die ewig undefinierbaren. Das sind die, die mir am meisten gefallen. Die ruhen so in sich selbst, dass man es ihnen glauben kann, dass das numerische Alter nur eine Zahl ist. So und nicht anders sollte man durchs Leben gehen. „Jegliches hat seine Zeit“ … aus irgendeinem Lied … ist ein schöner Satz. Der geht immer.

    Gefällt 2 Personen

  14. Ich werde nächstes Jahr 70 – also zum Glück noch nicht 80 – aber leider auch nicht mehr 40… Das war und ist in der Rückschau für mich das beste Alter! Warum? ganz einfach: die jungen Frauen schauen dich immer noch an (mit 50 aber nicht mehr) und du hast schon genug Lebenserfahrung…

    Gefällt 1 Person

  15. Sind alt sein und alt werden nicht zwei unterschiedliche paar Schuhe?
    Mir persönlich ist es egal, wie alt jemand ist, denn das Alter steht nur auf einem Blatt Papier.
    Vor zwei oder drei Jahren habe ich mein erstes graues Haar entdeckt und eine ehemalige Freundin von mir wollte es mir heraus zupfen, weil ich gegen das Haare färben bin. Jeder soll mir doch ansehen, dass ich älterer werde. Also, warum soll ich meine Haare färben, nur weil ich irgendwann ergraue?
    Ich denke über das Alter ein wenig anders als die meisten, denn ich bin die jüngste meiner Familie. Ein paar Leute in meiner Familie sind fast 50 Jahre älter als ich und diese Leute sind NICHT meine Großeltern.
    Ich denke mir eher, man soll das Leben genießen mit all den Facetten. Klar, gibt es Tage, die weniger schön sind, aber es gibt doch mehr Tage im Jahr, die wunderschön und einzigartig sind, egal wie alt jemand ist.

    Gefällt 1 Person

  16. Ich sehe das altern (vielleicht noch) relativ entspannt – meine Eltern sind 60+ (wie es heutzutage so schön heißt) sind bis auf ein paar Aua topfit – Papa läuft noch Marathon in sehr passabler Zeit und ich finde das die paar feinen Linien (meiner Meinung nach sind es keine Falten) im Gesicht meiner Mutter es nochmal hübscher werden ließen – habe hier gerade ein Foto von ihr – der Schalk sitzt ihr in den Augen und ihr lächeln ist so süß da allen die „Krähenfüße“ und leichten Linien auf der Stirn gar nicht auf … und auch die restliche Familie (ab 60+ und 70+) weißt keine ausgeprägten Falten auf – zeichnen sich aber auch alle durch eine sehr ansteckende Lebenslust aus …
    Also kommen die Falten vielleicht vom Sorgen ums Älter werden ????

    Gefällt 1 Person

  17. Willst du den Alterungsprozess umkehren. Fang an deinen Urin zu schlürfen. Morgens mittags abends und du wirst 190. Desweiteren, Rücken-Fit Training damit die tragende Muskulatur erhalten bleibt und schon bist du stabil wie eh und je. Unnötige Muskeln vermeiden um die Haut straff zu halten ohne sie aufzureißen. Je größer der Bizeps desto schwieriger wirds im Alter bzw. So schlechter sieht’s aus.
    Die Beine sind bei Rücken mit drin. Desweiteren ersetzt der Urin super die meist mit Zucker angereicherte Proteinzufuhr. Aber pssst. Behalts für dich jeder Arzt wird mich erschießen weil du ihm kein Geld mehr bringst.

    Bin ja extra schon im Ausland um der Pharma auszuweichen (kleiner Scherz am Rande)

    Gefällt mir

Deinen Senf dazu!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s